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Ein Großteil der Pflanzen, die in der Humanmedizin gebraucht werden,
sind auch zur Behandlung von Tieren geeignet. Pflanzen werden in der Tierheilkunde meist zur
unterstützenden Therapie eingesetzt, zur Schmerzlinderung, oder um den Gesamtzustand eines
Tieres zu verbessern.
Die verabreichte Menge muss dem Körpergewicht des Tieres angepasst werden. Die Dosis ist bei
pflanzenfressenden Tieren – unabhängig vom Körpergewicht – in der Regel höher als bei
fleischfressenden Tieren. Bei Unsicherheiten sollte die Dosis eher geringer angesetzt werden.
Kräuteranwendungen entfalten ihre heilende und lindernde Wirkung oftmals erst nach einigen
Tagen oder gar Wochen. Jeder Tierhalter sollte den Genesungsverlauf seines Tieres genau im
Auge haben, um die Dauer der Anwendung abzuschätzen.
Pflanzenteile oder Teezubereitungen, die äußerlich angewendet werden, ermöglichen eine relativ
einfache Behandlung - meist als Umschlag, Kompresse, Waschung bzw. Spülung. Die Zubereitung
kann hierfür nach den Rezepten aus der Humanmedizin erfolgen.
Die innerliche Anwendung von Kräuterarzneien ist häufig schwieriger. Jeder Halter kennt die
Eigenheiten und Vorlieben seines Tieres am besten. Die Heilpflanzen können frisch, getrocknet
oder als Aufguss, auch mit Honig bzw. Fleisch vermischt, verabreicht werden.
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