| Zähne & Zahnerkrankungen | |
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Die Zähne sind Organe knochenähnlicher Natur zur Zerkleinerung der Nahrung. Der Zahn ist mit einer oder mehreren Wurzeln fest im Kieferknochen verankert. Jeder Zahn steckt in einem Zahnfach des Kieferknochens, in der knöchernen 'Alveole' und ist durch seine Wurzelhaut, die die Wurzel überzieht, mit der Alveolenwand verbunden. Den Teil des Zahns, der in der Alveole steckt, nennt man Zahnwurzel. Sie besitzt im Innern einen dünnen Kanal, die Pulpahöhle, durch die die den Zahn mit Nährstoffen versorgenden Blutgefäße und die Nerven verlaufen. Das auf dem Kieferknochen gelegene Zahnfleisch umschließt den Zahnhals wie ein Kragen. Die Krone ist der Teil des Zahns, der über das Zahnfleisch hinausragt. Die innere Hartsubstanz des Zahnes wird als Zahnbein (Dentin) bezeichnet, es ist die härteste Substanz des menschlichen Organismus. Im Bereich der Krone ist das Zahnbein vom harten Zahnschmelz überzogen. Die Zahnwurzel ist vom Zahnzement überzogen. (1) |
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Karies ist eine krankhafte Zerstörung von Zahnhartgewebe. Besonders anfällig sind rissige Stellen des Zahnschmelz, die Zahnhalsstellen und die Kaufurchen. Diese Stellen werden nicht abgenutzt und kommen nicht mit der Zunge in Kontakt. Es lagern sich hier insbesondere mehlhaltige Speisereste und klebrige Süßigkeiten ab. Die Stärke wird durch den Speichel in Zucker umgesetzt und dieser wird wieder durch die in der Mundhöhle vorhandenen Milchsäurebakterien, die den Zucker durch Gärung in Milchsäure umwandeln, abgebaut. Aus diesen Bakterien bildet sich ein graubräunlicher Zahnbelag. Die Milchsäure zerstört die Kalksubstanz des Zahnschmelzes. Es kommt schließlich zur Zahnmarkentzündung, d.h. zu Entzündungen der Nerven-, Blut- und Lymphgefäße, die durch das Wurzelloch in den Zahn eintreten. Dieses führt zu Vereiterungen und heftigen Schmerzen. Da das entzündete Zahninnere in einer festen Form sitzt, drosseln sich die Blutgefäße gegenseitig ab und können so das Zahngewebe nicht mehr mit Aufbaustoffen versorgen, was ein Absterben des Zahnes zur Folge hat: das tote Gewebe wird weder aufgesogen noch ausgestoßen, sondern in der warmfeuchten Mundhöhle abgebaut. Die Bakterien können von der Wurzelhaut durch die Blut- und Lymphsysteme in andere Organe des Körpers gelangen und dort Infektionen hervorrufen. (1) |
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Zahnbelag ist ein aus Nahrungsmittelresten und Bakterien bestehender Belag auf den Zähnen, der besonders bei mangelnder Mundhygiene und falschen Ernährungsgewohnheiten auftritt. Der Zahnbelag setzt sich vor allem zwischen den Zähnen und in den Zahnfurchen fest. Die im Zahnbelag lebenden Bakterien sind die Verursacher der Karies und der Parodontose. (1) |
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Zahnfistel ist eine schwerwiegende Zahn- und Kieferknochenerkrankung, die durch eine Infektion verursacht wird. Ausgehend von der Entzündung des Zahns greift die Infektion auf die Kieferknochen über. Es kommt zur Bildung einer Fistel und unter Umständen zu schweren Allgemeinerkrankungen, wie z. B. Nierenschäden oder Herzklappenfehler. Die Behandlung besteht in der Entfernung des Zahns durch den Zahnarzt, der Entleerung der Fistel und in der Gabe von Antibiotika. Zur Vorbeugung der Zahnfistel dient die Mundhygiene. |
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Quellen: (1) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980 |
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