Wechseljahre (Klimakterium) & Menopause

Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation im Leben einer Frau, der retrospektiv betrachtet keine ovariell ausgelöste Blutung aus der Gebärmutter mehr folgt, womit die Fruchtbarkeit der Frau beendet ist. Ursächlich liegt eine Änderung im Hormonhaushalt durch eine nachlassende endokrine Funktion der Eierstöcke zugrunde, eine sogenannte Ovarialinsuffizienz. Der evolutionsbiologische Hintergrund der Menopause ist nicht bekannt, zumal es einen vergleichbaren Entwicklungsabschnitt bei Tieren nicht gibt. Ein, wenn auch umstrittener Erklärungsansatz ist die Großmutter-Hypothese.

Die Übergangsphase der hormonellen Umstellung, die in den Jahren davor und danach stattfindet, wird als Klimakterium (Wechseljahre) bezeichnet. Die natürliche Menopause tritt gewöhnlich zwischen dem 40. und 55. Altersjahr ein, durchschnittlich im Alter von 50 bis 51 Jahren. Bei mageren Frauen, Unterernährung und Raucherinnen kann sie gut 1,5 Jahre früher auftreten. Regelmäßiger Alkoholkonsum verzögert durch eine Erhöhung des Östrogenspiegels das Auftreten der Menopause. Als vorzeitige oder prämature Menopause (Climacterium praecox) wird eine Menopause durch mangelndes Funktionieren der Eierstöcke vor dem 40. Lebensjahr bezeichnet. Als frühe Menopause gilt jede Menopause zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Künstlich herbeigeführt werden kann die Menopause durch Entfernen der Eierstöcke, Bestrahlung oder Behandlung mit Antiestrogenen. Dabei wird von einer induzierten Menopause gesprochen. (1)


Die Wechseljahre (Klimakterium) sind ein meist zwischen dem 45. und dem 50. Lebensjahr der Frau einsetzender Lebensabschnitt, in dem die Tätigkeit der Eierstöcke erlischt. Die Monatsblutungen setzen aus und damit tritt die Unfruchtbarkeit ein. Durch den Rückgang der Produktion von weiblichen Sexualhormonen kommt es zur Veränderung an den Geschlechtsmerkmalen. Häufig tritt eine leichte Behaarung im Gesicht auf. Im Vordergrund der Beschwerden aber stehen Hitzewallungen, Nervosität, Schlafstörungen und psychische Labilität. Die sexuelle Lust und die Orgasmusfähigkeit sind nicht eingeschränkt, da die hieran beteiligten Sexualhormone in der Nebenniere gebildet werden. Störungen der Sexualität in den Wechseljahren sind also psychischer Natur. Viele Beschwerden können durch Zufuhr von sexualhormonhaltigen Arzneimitteln behoben werden. (2)


Quellen

(1) Dieser Abschnitt basiert in Auszügen auf einer Veröffentlichung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

(2) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980