| Wasserhaushalt | |
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Der Wasserhaushalt ist die Aufnahme, Abgabe und Verteilung des Körperwassers. Am Körpergewicht hat das Wasser einen Anteil von etwa 50-60 %, mit fortschreitendem Alter weniger. Während beim Trinken täglich 1,2 Liter aufgenommen werden, kommen durch feste Nahrung weitere 0,9 Liter und durch im Stoffwechsel entstandenes Wasser noch 0,3 Liter hinzu. Dieses Wasser verteilt sich auf die Zellen, den Raum zwischen ihnen (dem sogenannten Interstitium) und auf den Raum der Blutgefäße. Die Verteilung erfolgt durch das Blut. Die Nieren scheiden täglich etwa 1,4 Liter, Haut und Lunge etwa 0,9 Liter und der Darm etwa 0,1 Liter Wasser aus. Durch ein kompliziertes Steuerungssystem, an dem Gehirn und Hormone beteiligt sind, werden Wasserein- und -ausfuhr in Bilanz gehalten und dem Bedarf angepasst. Kommt es durch Erkrankungen wie z.B. Zuckerkrankheit, Durchfälle und schweres Erbrechen zu Störungen des Wasserhaushaltes, so treten bei Verlust von 10% des Körperwassers deutliche Krankheitszeichen auf, ein Verlust von 20% hat den Tod zur Folge. Zur Behandlung solcher Störungen kommen neben dem Trinken besonders den Infusionen Bedeutung zu. Steigt der Wassergehalt an, durch fehlende oder unzureichende Ausscheidung, kommt es zur Wasservergiftung, die mit Krämpfen einhergeht. |
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