Tränensäcke

Tränensäcke sind u.a. eine Folgeerscheinung der Dermatochalasis (Bindegewebserkrankung). Kennzeichen dieser Erkrankung ist eine schlaffe, unelastische und oft in großen Falten herunterhängende Haut, die den Betroffenen optisch älter aussehen lässt. Dermatochalasis wird entweder autosomal vererbt (dominant ebenso wie rezessiv) oder durch entzündliche Hautkrankheiten erworben (Dermatitis).
Tränensäcke entstehen meist durch erschlaffte Bindegewebsstrukturen am Unterlid. Das Fettgewebe des Augapfels wölbt sich nach außen über den Unterrand der knöchernen Augenhöhle. So entsteht der typische sackartige Aspekt der Tränensäcke am Unterlid. Bei der einfachen Form der Tränensäcke ist kaum oder keine Vorwölbung von Fettgewebe zu finden. Es handelt sich lediglich um einen Überschuss an Unterlidhaut und Augenringmuskel. (1)


Der Tränenapparat ist ein System zur Befeuchtung des Augapfels. Die Tränenflüssigkeit gelangt von den Ausführgängen der Tränendrüse unter das Oberlid und wird durch den Lidschlag über das Auge zum Unterlid und in den Augenwinkel befördert. Dort wird die Tränenflüssigkeit von den Tränenpunkten am Lid aufgesogen, in den Tränensack geleitet und durch den Tränennasengang in den unteren Nasengang geführt. Die Sekretion der Tränen wird durch Nerven gesteuert. Am Beispiel des Tränenapparates ist der Zusammenhang von Funktion und ihrer Beeinflussung durch seelische Reaktionen besonders deutlich, wenn durch Empfindungen verstärkte Tränensekretion ausgelöst wird. (2)


Quellen:

(1) Dieser Abschnitt basiert in Auszügen auf einer Veröffentlichung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz  für freie Dokumentation.

(2) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980