Schilddrüse & Erkrankungen der Schilddrüse

Die Schilddrüse (lat. Glandula thyr(e)oidea) ist eine Hormondrüse. Beim Menschen hat sie die Form eines Schmetterlings und liegt unterhalb des Schildknorpels vor der Luftröhre.
Die Hauptfunktion der Schilddrüse besteht in der Jodspeicherung und Bildung der jodhaltigen Schilddrüsenhormone Thyroxin (Tetrajodthyronin, T4) und Trijodthyronin (T3) sowie des Peptidhormons Calcitonin. Die jodhaltigen Schilddrüsenhormone werden von den Follikelepithelzellen der Schilddrüse (Thyreozyten) gebildet und spielen eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel und das Wachstum einzelner Zellen und des Gesamtorganismus. 
Als Über- und Unterfunktion der Schilddrüse wird eine gesteigerte oder verminderte Wirkung der Schilddrüsenhormone auf den Stoffwechsel und die Organe des Körpers bezeichnet. Da Rezeptoren für Schilddrüsenhormone überall im Organismus vorhanden sind, kann es infolge von Funktionsstörungen der Schilddrüse zu Symptomen in fast allen Organsystemen kommen.


Eine Schilddrüsenvergrößerung ist eine Vermehrung des Schilddrüsengewebes , die entweder sichtbar als Kropf erscheint oder versteckt in den Hals- oder Brustraum hinein wächst und die Luftröhre verengen kann. Die Schilddrüsenvergrößerung ist meist durch einen Mangel an Schilddrüsenhormonen verursacht, den der Körper durch Vermehrung des Gewebes auszugleichen versucht. Dir Behandlung wird je nach Umfang der Vergrößerung mit Zufuhr von Schilddrüsenhormonen oder durch Operation durchgeführt. Besonders in Gebirgsgebieten mit jodarmem Wasser wird die Vorbeugung gegen die Schilddrüsenvergrößerung durch zusätzliche Jodgaben im Trinkwasser und Kochsalz durchgeführt. (2)


Quellen: 

(1) Dieser Abschnitt basiert in Auszügen auf einer Veröffentlichung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

(2) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980