| Gehörgang & Ohrerkrankungen | |
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Das Ohr ist das Organ zur Wahrnehmung von Schall. Treffen Schallwellen auf das Ohr, so werden sie vom Gehirn über die drei wichtigsten Teile des Gehörgangs registriert, über das äußere Ohr mit Gehörgang, das Mittelohr und das Innenohr. Das äußere Ohr ist so geformt, dass die einfallenden Schallwellen aufgenommen und durch die Luft im Gehörgang übertragen werden, um das Trommelfell in Schwingung zu versetzen. Zwischen Trommelfell und dem mit Flüssigkeit angefüllten Innenohr befindet sich die Gehörknöchelreihe des Mittelohrs, die aus Hammer, Amboss und Steigbügel besteht. |
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Eine Mittelohrentzündung ist eine Entzündung der Schleimhaut des Mittleohrs, die durch Infektion vom Nasen-Rachen-Raum aus oder als Folgererkrankung nach Diphterie, Grippe, Masern oder Scharlach auftritt. Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen Form der Mittelohrentzündung. Die akute Mittelohrentzündung beginnt plötzlich mit reißenden pochenden Ohrenschmerzen, die mit einer Verschlechterung des Hörens einhergehen. Der Kranke hat Fieber und leidet unter Kopfschmerzen und Erbrechen. Zwei bis drei Tage später reißt das Trommelfell meistens spontan ein. Es zeigt sich ein eitriger Ausfluss im Gehörgang und die Schmerzen lassen nach. Die Behandlung zielt im Stadium vor dem Einriss auf das Aufhalten der Entzündung durch Bettruhe und Wärme ab. Die Therapie darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Wird die Mittelohrentzündung nicht behandelt, können Komplikationen auftreten, wie z.B. das Übergreifen der Entzündung auf den Knochen der Warzenfortsatzzellen und es kann zu einer Gehirnhautentzündung kommen. Die chronische Mittelohrentzündung kann in zwei Formen auftreten: Chronische Schleimhautentzündung und Chronische Knocheneiterung. (1) |
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Quellen: (1) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980 |
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