Nasennebenhöhlenentzündung

Die Nasennebenhöhlen sind im Knochen des Gesichtsschädels paarig angelegte Höhlen, die mit einer Schleimhaut ausgekleidet sind und durch Gänge mit der Nase in Verbindung stehen. Durch die Nasennebenhöhlen wird der Nasenraum vergrößert und die Masse des Knochens verringert, ohne an Festigkeit zu verlieren. Im Bereich der Stirn liegen die Stirnbeinhöhlen, zwischen Auge und Nasenwurzel die Siebbein-, im Oberkiefer unter dem Auge die Kiefer- und unter dem Gaumen die Keilbeinhöhlen.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung ist eine Schwellung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen mit Absonderung von schleimigem oder eitrigem Sekret, die einzelne oder alle Nasennebenhöhlen ergreifen kann. Die Nasennebenhöhlenentzündung tritt meist nach starkem Schnupfen, Eindringen von Wasser beim Baden oder von Entzündungen der Zähne fortgeleitet auf. In Folge einer Nasennebenhöhlenentzündung kommt es zu Schmerzen über den Höhlen, am ganzen Kopf und hinter den Augen. Die Behandlung, die in Anwendung von Bestrahlung, Antibiotika oder Punktion und Spülung der Nasennebenhöhlen besteht, muss von einem Hals-Nasen-Ohrenarzt ausgeführt werden, um gefährliche Komplikationen zu verhindern. Diese treten auf, wenn eine Nasennebenhöhlenentzündung auf die nahegelegenen Augen oder das Gehirn übergreift.

Quelle: Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980