Migräne

Migräne (franz. migraine, verstümmelt aus dem griech. Hemikrania, »halbseitiges Kopfweh«), besondere Art Kopfschmerz, welche gewöhnlich nur eine Seite des Kopfes einnimmt, heftiger ist als der gewöhnliche Kopfschmerz und ohne äußere Veranlassung periodisch wiederkehrt. Die Migräne betrachtet man als eine Krankheit des sympathischen Nervengeflechts, welche in Form eines Gefäßkrampfes (Hemicrania sympathico-tonica) oder in Form einer Gefäßlähmung (Hemicrania sympathico-paralytica) auftreten kann. Die Migräne kommt bei beiden Geschlechtern, am häufigsten aber beim weiblichen und bei blutarmen Personen vor.

Quelle:
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 11. Band: Seite 596