Lunge & Lungenerkrankungen

Die Lunge (lat. Pulmo, -onis m.) ist ein paariges Körperorgan, das der Atmung dient. Echte Lungen kommen bei fast allen luftatmenden Wirbeltieren einschließlich des Menschen vor. Sie entstehen embryonal als Ausstülpung des Vorderdarms. Die Amphibien (Amphibia) besitzen die einfachsten Lungen. Sie sind bei ihnen sackförmig und glattwandig oder nur schwach gekammert. Viel stärker gekammert ist sie bei den Kriechtieren (Reptilien). Bei Vögeln sind sie relativ klein, aber wegen der zusätzlich vorhandenen Luftsäcke auch viel komplizierter gebaut. Die Lungen der Säugetiere ähneln denen der Kriechtiere. Beim Menschen bestehen sie aus zwei Lungenflügeln, die links in zwei und rechts in drei Lungenlappen unterteilt sind. Die Lunge besitzt keine Muskulatur. Die Luft wird stattdessen mit Hilfe der Rippen- und Zwerchfellmuskulatur eingesaugt. (1)


Eine Lungenentzündung ist eine akute Infektion der Lungenbläschen, von der auch die Bronchien betroffen sein können. Die Lungenentzündung kann einen Lungenlappen betreffen oder einzelnen Lungenabschnitte. Die Lungenentzündung wird durch Viren, Pilze eingeatmete Fremdkörper, meist aber durch Bakterien hervorgerufen. Diese bewirken dann in der Regel die Entzündung eines Lungenlappens. Dann treten plötzlich hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten und starke Schmerzen, besonders beim Atmen auf der betroffenen Seite, auf. Es kommt zu Herzjagen und Schweißausbrüchen, beim Husten erscheint rostbrauner Auswurf. Neben strenger Bettruhe und guter Allgemeinpflege des sehr geschwächten Patienten wird die Behandlung vor allem mit hohen Dosen Antibiotika durchgeführt. (2)


Quellen: 

(1) Dieser Abschnitt basiert in Auszügen auf einer Veröffentlichung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

(2) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980