Krampfadern (Varizen)

Krampfadern (Varizen) sind eine Aussackung von Blutadern infolge erhöhten Blutdruckes in der betroffenen Vene. Meist treten Krampfadern an den Beinen auf, wenn es gefördert durch erblich bedingte Schwäche de Venen, Übergewicht, Schwangerschaft und langes Stehen, zum Stau des Blutes in den Adern kommt. Dabei steigt der Blutdruck an, dehnt die Adern aus und lässt die Venenklappen versagen. In der Folge treten Venenentzündungen und Entzündungen der Haut über den Krampfadern ein. Die Behandlung erfolgt mit Wickeln der Beine mit textilelastischen Binden, hinreichender Bewegung und Hochlagerung der Beine in Ruhe. Ein operativer Eingriff unter Entfernung der Krampfadern ist möglich. Die Vorbeugung besteht in ausreichender Bewegung, da durch die Tätigkeit der Beinmuskeln das Blut aus den Venen herausgepumpt wird. An der Speiseröhre treten Krampfadern auf, wenn wegen einer Schrumpfleber oder anderer Erkrankungen der Blutdruck der Venen im Bauchraum steigt. Kommt es zu Blutungen dieser Krampfadern, wird hellrotes Blut erbrochen. Hier besteht Lebensgefahr, die einen sofortigen ärztlichen Eingriff notwendig macht. Die Behandlung erfolgt dann mit Hilfe eines Ballons, der in die Speiseröhre eingeführt, die Krampfadern abdrückt oder mittels Behandlung mit Laser.

Quelle: Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980