Geschwüre (Ulcus)

Ein Ulcus (pl. Ulcera), zu deutsch etwa „Geschwür“, bezeichnet in der Medizin einen „tiefliegenden Substanzdefekt“ der Haut nicht-traumatischer, sondern z. B. infektiöser oder ischämischer Ätiologie (Herkunft) (der Begriff „Wunde“ dagegen umfasst auch Substanzdefekte traumatischer Entstehung). Oberflächlichere Defekte nennt man Erosion (betroffen hier die oberen Epidermisschichten) oder Exkoriation (alle Schichten der Epidermis betroffen, also bis zur Dermis (Lederhaut), deren Grenze durch die Basalmembran markiert wird, Effloreszenz; diese können durchaus traumatischer Herkunft sein (beispielsweise Abschürfverletzungen). Was die Basalmembran durchbricht, wird im Allgemeinen als Ulcus bezeichnet.

Weil für eine narbenlose Abheilung das Vorhandensein einer intakten Basalzellschicht (Stratum germinativum, der Basalmembran als einschichtiges Epithel aufsitzend) notwendig ist, ist, im Gegensatz zu den oberflächlicheren Defekten, beim Ulcus eine narbenlose Abheilung nicht mehr möglich.

Ursache können Durchblutungsstörungen, Infektionen oder Tumore sein oder eine Kombination dieser Faktoren (z. B. bei Diabetes mellitus). Ulzerationen sind häufig Symptome von Allgemeinerkrankungen und treten oft multipel auf.

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