Ess-Störungen

Magersucht ist die krankhafte Folge der Unterernährung, die besonders durch den Energiemangel des Körpers geprägt wird. Als organische Ursache kommt z. B. die Zuckerkrankheit in Frage. Ferner wird Magersucht durch schwere Magen- und Darmkrankheiten, sowie durch auszehrende Erkrankungen wie Krebs und Tuberkulose hervorgerufen. Als Folge psychischer Störungen tritt die Magersucht vor allem bei pubertierenden Mädchen und jungen Frauen auf. Neben dem Untergewicht kommt es zu weiteren Krankheitszeichen wie Müdigkeit, Interessenlosigkeit, Nachlassen der Geschlechtsfunktionen und Hautveränderungen. Unbehandelt führt die Magersucht schließlich zum Tod meist durch Infektionen, da das Immunsystem geschwächt ist. Die Behandlung erfolgt durch Behebung des Grundleidens. In Notfällen muss eine künstliche Ernährung im Krankenhaus durchgeführt werden. (1)


Übergewicht liegt vor bei einer Überschreitung des Körpergewichts um 10 % und mehr vom Normalgewicht. Die Ursache des Übergewichts liegt nur in 2 % der Fälle in Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenniere oder in anderen organischen Erkrankungen. In 98 % der Fälle tritt Übergewicht durch Überernährung auf. Diese beginnt häufig schon im Säuglings- und Kleinkindalter aufgrund althergebrachter Anschauungen, dass dicke Kinder auch gesund seien. Oft beginnt Übergewicht in der Pubertät, wo Kinder durch hormonelle Umstellung besonders gut "mästbar" sind. Im Erwachsenenalter resultiert Übergewicht meist aus Änderungen der Lebensweise, z.B. nach Eheschließung, Berufswechsel und psychischer Belastung. Neben Belastungen des Kreislaufs und des Bewegungsapparates ist Übergewicht für die Ausbildung der Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Thrombosen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Steinleiden und anderer Erkrankungen die Grundlage. (1)


Quellen: 

(1) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980