| Eierstöcke - Eileiter - Eileiterentzündung | |
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Die Eierstöcke (Ovarien) sind Teile der weiblichen Geschlechtsorgane, die die Eizellen bilden und die weiblichen Sexualhormone ins Blut absondern. Jeder Eierstock enthält etwa 200.000 Eizellen. Davon gelangt jedoch nur ein sehr kleiner Teil zur Reifung. Wenn ein Eierstock wegen eines Tumors oder ähnlichem entfernt werden muss, reicht der verbleibende Eierstock für die Aufrechterhaltung der Fruchtbarkeit und des hormonellen Gleichgewichts aus. Die Eierstöcke beenden ihre Aktivität mit dem Beginn der Wechseljahre, etwa im 45. Lebensjahr. |
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Der Eileiter (Tuba uterina) ist ein 14 bis 20 cm langer Gewebsschlauch mit wenigen Millimeter Durchmesser, der beidseitig jeweils vom Eierstock zur Gebärmutter führt. Die Eileiter sind zur Bauchhöhle hin offen, bilden aber um die Eierstöcke einen fransigen Trichter, der beim Eisprung die Eizelle auffängt. Diese wird dann durch die Muskeln und Flimmerzellen des Eileiters zur Gebärmutter hintransportiert. |
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Eine Eileiterentzündung (Salpingitis) ist eine meist durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung eines oder beider Eileiter, Die Krankheitserreger können sowohl von der Scheide her zum Eileiter aufsteigen, als auch von Entzündungen am benachbarten Darm her verschleppt werden. Die Eileiterentzündung kann chronisch oder akut auftreten und zur Verklebung des oder der Eileiter mit den Nachbarorganen, zum Eileiterverschluss und somit zur Unfruchtbarkeit führen. Die Symptome einer akuten Eileiterentzündung sind plötzliche, stechende oder ziehende starke Unterleibsschmerzen, Fieber und ein eitriger Ausfluss. Im chronischen Stadium kommt es immer zu wiederkehrenden Schmerzen, besonders bei körperlicher Anstrengung während der Monatsblutung und zu ständigem Ausfluss. Die Behandlung bei der akuten Eileiterentzündung besteht in strenger Bettruhe und der Verabreichung von Antibiotika. Ist bereits ein Eileiter eingewachsen oder verklebt, so kann er, um eine eventuelle Sterilität zu vermeiden, operativ gelöst oder eröffnet werden.
Quelle: Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980 |
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