Darm & Darmerkrankungen

Der Darm (lateinisch intestinus) ist der wichtigste Teil des Verdauungstraktes von höheren vielzelligen Tieren einschließlich des Menschen. Er erstreckt sich vom Magenpförtner bis zum After, davor liegen der Magen, die Speiseröhre und die Mundhöhle. Der Darm ist beim erwachsenen Menschen zirka acht Meter lang und besitzt wegen der feinen Darmzotten eine Oberfläche von etwa 400 bis 500 m². Die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm ist die Darmflora.

Der Darm ist unterteilt in
den Dünndarm, bestehend aus Zwölffingerdarm (lat. Duodenum), Leerdarm (lat. Ieiunum) und Krummdarm (lat. Ileum), sowie den Dickdarm, bestehend aus Blinddarm (lat. Cæcum) mit dem Wurmfortsatz (lat. Appendix vermiformis, umgangssprachlich fälschlich als „Blinddarm“ bezeichnet), Grimmdarm (griechisch/lat. Colon) mit aufsteigendem (Colon ascendens), querverlaufendem (Colon transversum) absteigendem (Colon descendens) und S-förmig verlaufendem (Colon sigmoideum) Teil und Mastdarm (lat. Rectum) auch als Enddarm bezeichnet. (1)


Darmträgheit (Obstpation) ist das Verbleiben des Darminhaltes im Dickdarm. Organisch bedingt tritt die Darmträgheit bei Lähmung oder Krampf der Darmmuskulatur und Erkrankungen der Darmwand auf. Die weitaus häufigsten Ursachen aber liegen in falscher Ernährung und psychischer Beeinflussung durch Hektik, Spannungen und Konflikte. In der Folge wird die Darmentleerung unterdrückt und dem Darminhalt aufgrund der längeren Verweilzeit übergebühr Wasser entzogen, wodurch dieser schrumpft und der Druckreiz auf die Darmwand, der die Entleerung auslöst, vermindert wird. Dadurch wird die Darmträgheit wiederum verstärkt. Somit wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt, der dann meist mit Hilfe von Abführmitteln unterbrochen wird. Die Behandlung der Darmträgheit sollte jedoch, wenn organische Ursachen ausgeschlossen sind, in der Veränderung der auslösenden Bedingungen liegen. (2)


Quellen:

(1) Dieser Abschnitt basiert in Auszügen auf einer Veröffentlichung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

(2) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980