Asthma

Asthma ist der Zustand krankhafter Atemnot durch erschwerte Ausatmung. Die Anfälle werden durch Krämpfe der Bronchialmuskulatur, vor allem im Bereich der feinen Luftröhrenverästelungen und durch Verlegung der Atemwege durch entzündliche Schwellungen sowie durch die vermehrte Absonderung des zähen Schleimdrüsensekrets. Die Anfälle treten meist nachts auf. Während eines Anfalls steigert sich das Gefühl der Brustenge zur Atemnot, der Brustkorb erweitert sich und der Kranke ringt keuchend nach Luft. Aufgrund von Sauerstoffmangel verfärbt sich sein Gesicht blaurot. Die Asthmaanfälle sind durch eine Allergie bedingt. Auslösend können dabei Bettfedern, Blütenstaub, chemische Stoffe, Tierhaare u.a. sein. Außerdem sind psychische Störungen und häufig wiederkehrende Infektionen der oberen Atemwege an der Entstehung der Anfälle beteiligt. Asthma wird mit dem Ziel behandelt, den akuten Anfall zu unterbrechen und die Anfallsneigung herabzusetzen. Im ersten Fall versucht man mit Adrenalin oder ähnlichen Substanzen die krampfenden Bronchien zu entspannen. Diese Präparate können injiziert oder mit Hilfe von Asthmasprays auf die Schleimhaut gebracht werden. Im zweiten Fall kommen Arzneimittel zur Anwendung, die die Ausschüttung von Histamin verhindern. (1) 


Asthma (griech., Brustkrampf, Engbrüstigkeit), ursprünglich jedes erschwerte Atmen, jede Atemnot, gleichgültig durch welche krankhafte Veränderung der Organe sie bedingt ist. Im engern Sinn versteht man gegenwärtig unter Asthma (Asthma bronchiale) eine periodisch und in Anfällen auftretende Atemnot, welcher keine nachweisbare anatomische Störung der Luftwege, der Lungen und des Herzens zu Grunde liegt. Das Asthma ist also eine rein nervöse Krankheit. Es beruht auf einem Krampf der Muskelfasern, welche die feinern und feinsten Luftröhrenäste ringförmig umgeben und durch ihre Zusammenziehung diese verengern können. (2) 


Asthma

Lehnwort von griechisch ásthma  = „schweres, kurzes Atemholen, Beklemmung“
Plötzlich auftretende Attacken von Atemnot nennt man Asthma. Durch bestimmte Atemtechniken und Vermeidung spezieller Stoffe ist Asthma meistens gut behandelbar. 

Synonyme: Kurzatmigkeit, Luftnot, Atemnot 
Oberbegriffe: Lungenkrankheit 
Unterbegriffe: Herzasthma, Heuasthma, Bronchialasthma 
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Quellen: 

(1) Klaus Klein (Hrsg.): Taschenlexikon Gesundheit. Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1. Auflage 1980

(2) Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte 
Auflage, 1885-1892

(3) wiktionary.org