Pflegebäder

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Pflegende Heilbäder allgemein

Vorbereitung eines Kaltauszugs: Die Pflanzenteile werden in kaltem Wasser längere Zeit eingeweicht. Die Zubereitung sollte in einem bedeckten Behälter, an einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank) für die vorgegebene Zeit ziehen (i.d.R. bis zu zwölf Stunden). Kaltauszüge werden sehr schnell von Mikroorganismen befallen. Sie müssen deshalb rasch verbraucht werden. Vor der Anwendung wird der Ansatz i.d.R. erwärmt.

 

Vollbad/Sitzbad (Teilbad): Die heilsamen Substanzen der Pflanzen dringen rasch durch die Haut ein (Osmoseprinzip). Man benötigt für ein Vollbad einen Eimer (etwa sechs Liter) voll frischer oder 200 Gramm getrocknete Kräuter. Die notwendigen Kräuter werden über Nacht kalt angesetzt. Verwenden Sie für ein Sitzbad die halbe Menge Kräuter und Wasser. Am nächsten Tag wird die Mischung erwärmt und man gießt sie zum Badewasser. Die Badedauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten. Nach dem Bad sollte man sich bestenfalls nicht abtrocknen, sondern mit Badetuch oder -mantel im Bett eine Stunde ruhen.

 

Fuß- und Handbad: Man bringt zwei Liter Wasser zum Kochen, lässt es etwa fünf Minuten stehen und mischt dann getrocknete Kräuter bei. Mengen sind abhängig von der verwendeten Pflanze und können dem jeweiligen Rezept entnommen werden.

 

Badezusatz mit Ackerschachtelhalm

 

Rezeptur: Wenn Sie am ganzen Körper Probleme mit fettiger oder unreiner Haut haben, geben Sie 3 Handvoll Schachtelhalm in einen Strumpf und hängen Sie diesen ins Badewasser für ein Vollbad.

Anwendung: Bei unreiner Haut, Hautjucken... weiter


Sitzbad mit Bärlapp

Rezeptur: Für ein Sitzbad nimmt etwa 100 g getrocknete Kräuter und füllt damit ein Leinensäckchen oder einen Strumpf und legt so die Kräuter ins Badewasser. Das Badewasser muss zwingend bis über die Nieren reichen. Erneut angewärmt, kann das Badewasser nochmals verwendet werden.

Anwendung: Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane


Badezusatz / Sitzbad mit Beinwell

 

Badezusatz: 500 g frische oder getrocknete Beinwurzblätter werden über Nacht in ca. 5 Liter Wasser kalt angesetzt. Am nächsten Tag wird alles bis zum Kochen erhitzt und die Flüssigkeit dem Badewasser beigefügt.

Sitzbad: Etwa 150 g bis 200 g frische oder getrocknete Beinwurzblätter werden über Nacht in ca. 3 Liter Wasser kalt angesetzt. Am nächsten Tag wird alles zum Kochen gebracht und für ein Sitzbad bereitet.

Anwendung: Bei Rheuma, Gicht, Knochenschmerzen, Durchblutungsstörungen, Bandscheibenschäden, Krampfadern, Hodenschmerzen, Hodenverhärtungen


Fußbad mit Brennnessel

Rezeptur: Je 2 geh. Hände gewaschener, gebürsteter Wurzeln sowie frische Brennnesselstängel und Blätter werden über Nacht in ca. 4 Liter Wasser angesetzt und am nächsten Tag bis zum Kochen erhitzt. Die Füße werden bei angenehm warmer Temperatur darin 20 Minuten gebadet. Die Brennnesseln bleiben während des Fußbades im Wasser. Wieder angewärmt, kann man dieses Fußbad zwei- bis dreimal verwenden.

Anwendung: Bei Gelenkrheuma, Muskelrheuma, Gicht, Hautleiden, Wassersucht, Gefäßverengungen, Durchblutungsstörungen


Badezusatz / Sitzbad mit Frauenmantel

 

Rezeptur: Für ein Vollbad benötigt man 200 g getrocknete oder 6 Hände voll frische Kräuter, setzt sie in 5 Liter kaltem Wasser über Nacht an, erwärmt am nächsten Tag diesen Ansatz und gießt die Flüssigkeit dem Badewasser zu.

Rezeptur: Für ein Sitzbad werden ca. 100 g getrocknete oder 3 Hände voll frische Kräuter in 2 Liter kaltem Wasser angesetzt. Am nächsten Tag erwärmt man den Ansatz und gießt die Flüssigkeit dem Badewasser zu.

Anwendung: Bei Eiterungen, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Beschwerden der Atmungsorgane, Verdauungsbeschwerden, zur Herzstärkung, bei Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, Hautbeschwerden, Geschwüren, Ekzeme, Furunkel, bei Muskel- und Gliederschwäche, Leistenbrüchen, Epilepsie, Insektenstichen, Schnittwunden, Muskelschwund, Nierenschwäche, zur Unterstützung der Wundheilung.


Hand- und Fußbad mit Eichenrinde

Rezeptur: 1 Handvoll Eichenrinde mit kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Vor der Verwendung als Hand- oder Fußbad ggf. mit Zugabe von kaltem Wasser auf optimale Temperatur bringen.

Anwendung: Bei übermäßigem Hand- und Fußschweiß


Fußbad mit Huflattich

Rezeptur: Verwenden Sie 2 Hände voll Huflattichblätter und eine Hand voll Huflattichblüten (oder entsprechende Menge der Blätter erhöhen). Brühen Sie die Mischung mit ausreichend kochendem Wasser ab. Sobald das Bad eine angenehme Temperatur hat, baden Sie die Füße ca. 15 bis 20 Minuten darin.


Badezusatz mit Kamille

 

Rezeptur: Für Wannenbäder nimmt man zwei Doppelhände, für Gesichtsbäder und Kopfwaschungen je eine Handvoll Kamillenblüten, brüht sie mit etwa 1 Liter Wasser ab und lässt den Sud etwa 15 Minuten ziehen. Den Sud danach abseihen und in das Bad geben.

Anwendung: Bei Ekzemen, Hautausschlägen, Hämorrhoiden, Weißfluss, zur Wundheilung


Badezusatz mit Rosmarin

 

Rezeptur: 50 g Rosmarinblätter mit 1 Liter Wasser heiß aufgießen, 30 Minuten bedeckt ziehen lassen, danach abseihen. Diese Flüssigkeit in ein Vollbad oder Sitzbad geben.

Anwendung: Zur Förderung der Durchblutung, zur Anregung des Kreislaufs


 

Erklärung: Alle Angaben dieser Präsenz erfolgen ohne jegliche Verpflichtung, Garantie oder Gewähr. Der Besuch dieser Seiten kann ein Beratungsgespräch eines Arztes oder Apothekers nicht ersetzen. Die Anwendung von Rezepturen und Pflanzen erfolgt auf eigene Gefahr. Bei ernsthaften und andauernden Beschwerden ist immer ein Arzt zu konsultieren.  

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