Zauke

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Maiglöckchen

auch: Maiblume, Zauke

Familie: Liliaceae
(Liliengewächse) 

Lily of the valley (engl.)

 

Lt: Convallaria majalis

Kleine Pflanzenkunde

 

Maiglöckchen

 

 

Maiglöckchen

Das Maiglöckchen, das vor allem in Laubwäldern, auf Kalk und Urgestein verbreitet ist, blüht nur an lichten Stellen reichlich. Es hat einen ausläuferartigen, kriechenden, verzweigten Wurzelstock, der an den Spitzen jährlich weiterwächst. Der Wurzelstock trägt am Ende die zwei bis drei Laubblätter, die unten meist von einer häutigen Scheide umgeben sind. Sie sind langgestielt, elliptisch bis lanzettlich und zugespitzt. Der kantige Blütenstengel ist unbeblättert, wird bis zu 20 cm hoch und trägt eine einseitswendige Traube weißer nickender Blüten. Die Blütenhülle ist breit-glockig und hat sechs zurückgeschlagene Zipfel. Sie hat sechs Staubgefäße und einen dreifächrigen Fruchtknoten, ist honiglos, aber stark duftend, bietet also den besuchenden Honigbienen nur Blütenstaub dar. Die Frucht ist eine rote Beere von Erbsengröße, die zwei blaue Samen enthält. Blumen und Blätter sind giftig. Blütezeit: Mai bis Anfang Juni. Convallaria majalis steht in Deutschland teilweise (unterirdische Teile) unter Naturschutz. Die Blüten dürfen gepflückt werden. (Madaus 1938)

Hinweis: Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Blüten und Frucht. Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Maiglöckchen

 

 

Wirksame Teile: Maiglöckchenkraut, bestehend aus den 
getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teilen

Inhaltsstoffe: Hauptglykosid Convallatoxin (das stärkste bisher bekannte Herzgift), Herzglykosid Convallosid

Eigenschaften: herzstärkend

Anwendung: 

  • In der Phytomedizin: Leichte Belastungsinsuffizienz, 
    Altersherz, Erkrankungen des Herzens

  • In der Homöopathie: Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche

  

In der Tierheilkunde

Maiglöckchen

Maiglöckchen (Covallaria majalis) sind für Pferde, Esel, Schweine, Ziegen, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel giftig. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in die Tierarztpraxis mit.

  

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Quellen

 

Yerbabaum ] Ysop ] Zaubernuss ] [ Zauke ] Zaundorn ] Zaunkleber ] Zaunrose ] Zeckbeere ] Zehrgras ] Zehrwurz ] Zeitrose ] Zichorie ] Ziegenhorn ] Ziegenraute ] Zinnkraut ] Zitronenmelisse ] Zitronenstrauch ] Zitronenverbena ] Zitwer ] Zottenblume ] Zottige Hanfnessel ] Zwergholunder ] Zwischenlinde ]

 

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