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Anemone
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auch: Osterblume, Windblume, Windröschen
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Gattung aus der
Familie:
Hahnenfußgewächse
(Ranunkulaceen)
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Anemone (engl.)
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Anemone L.
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Kleine Pflanzenkunde
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Krautartige Gewächse mit fiedrig verteilten oder gelappten Blättern und ansehnlichen,
bunten Blüten. Sämtliche Arten der Anemone haben einen einfachen
Stängel, der meist nur eine, seltener zwei oder mehrere Blüten trägt und unterhalb des oder der Blütenstiele mit einer aus drei Blättern bestehenden Hülle versehen ist. In Deutschland am häufigsten
anzutreffen: Anemone nemorosa L. und Anemone ranunculoides L.
In der Roten Liste der Pflanzenarten - nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art(en) [Stand 2007]:
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Anemone narcissiflora
(Narzissen-Windröschen)
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Anemone sylvestris L.
(Großes Windröschen)
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Anemone uralensis Nevski
(Ural-Windröschen)
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In der Tierheilkunde
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Anemone nemorosa
(Buschwindröschen) gilt als Giftpflanze für Pferde, Hunde, Katzen,
Kaninchen und Landschildkröten
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Anemone ranunculoides
(Windröschen, gelbes) gilt als Giftpflanze für Hunde, Katzen und Kaninchen
Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene
Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls
absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht
werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das
Erbrochene in die Tierarztpraxis mit.
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In alten
Büchern gestöbert
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Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1888,
Blatt 1.561 |
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Anemōne
L. (Windröschen, Windblume), Gattung aus der Familie der Ranunkulaceen, ausdauernde Kräuter mit kriechendem Wurzelstock, meist geteilten Blättern, gewöhnlich nur einblütigem
Stengel, sechs- bis neunblätterigem, blumenkronartigem Perigon, dreiblätteriger Hülle unter der Blüte und zahlreichen einsamigen Früchtchen. Die meisten Arten gehören der nördlichen gemäßigten Zone, wenige der südamerikanischen und südafrikanischen Flora an. |
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Anemone coronaria L.,
in Südeuropa und dem Orient, mit großen, dunkelroten, blauen oder weißen Blüten, wird in zahlreichen Varietäten, namentlich in Holland, als Zierpflanze kultiviert. Unter den Varietäten dieser Pflanze verbergen sich wahrscheinlich zwei Arten, eine mit lebhaft roten Blumen mit weißem Auge und eine violettblaue. Durch die Kultur hat man Blumen von 7–8 cm Durchmesser erzielt, teils einfarbige, teils gefleckte und gestreifte sowie dicht gefüllte. |
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Ebenfalls als Zierpflanzen sind geschätzt:
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Anemone japonica Sieb., mit rosa und weißen
(Honorine Jobert) Blüten.
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Anemone hortensis L. (Sternanemone), in der Schweiz, Istrien, Fiume, Italien, bei uns in Gärten gefüllt und einfach vorkommend;
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Anemone narcissiflora L. (narzissenblütige Anemone), auf dem Riesengebirge und in den Alpen, mit weißen Blüten;
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Anemone pavonina L., (Pfauenanemone), aus Südfrankreich, mit großer, aus 10–12 lanzettförmigen, sehr spitzen, schmalen, feurig karminroten Blättern bestehender
Blume;
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Anemone sylvestris L. (Waldanemone), in Europa und Nordasien, mit weißen Blüten.
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Anemone nemorosa L. (Waldröschen, Aprilblume, weiße Osterblume) blüht bei uns in Laubholzwaldungen im Frühjahr.
Die frischen Blätter und Blumen haben einen brennenden Geschmack und verursachen, wenn sie länger auf der Haut liegen, Blasen und Geschwüre. Sie wurden früher als blasenziehendes Mittel angewendet; in
größeren Gaben genommen, wirken sie
giftig und können Entzündungen im Magen- und Darmkanal herbeiführen. Die Kamtschadalen bereiten aus dem Safte der Pflanze ein Pfeilgift. Sie enthält flüchtiges Anemonin C15H12O6. Dies bildet farblose, leicht zerreibliche Prismen, ist geruchlos, fast geschmacklos und löst sich wenig in kaltem Wasser und Alkohol; nach dem Schmelzen schmeckt es höchst brennend pfefferartig und bewirkt einige Tage anhaltende Taubheit der Zunge.
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Anemone ranunculoides L. (gelbe Osterblume), mit gelben Blüten, hat mit der ihr auch sonst ähnlichen vorigen Art gleiche Eigenschaften.
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Weiterführende
Informationen
Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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