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Hagebutte
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auch:
Gemeine Heckenrose, Hagrose, Hundsrose, Wildrose, Zaunrose
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Familie:
Rosengewächse
(Rosaceae)
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dog rose (engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Die Gemeine Heckenrose ist ein
ausdauernder Strauch, der bis zu fünf Meter hoch werden kann. Die Zweige
stehen oftmals in weitem Bogen überhängend. In Europa, aber auch Nordafrika,
Teilen Asiens sowie in Nordamerika gedeiht der Strauch an Walrändern, in
verwilderten Hecken und naturbelassenen Gärten. Die Gemeine Heckenrose
blüht weiß bis zart rosa - aus den Blüten entstehen die Früchte
(Hagebutten). Die Hagebutte ist eine Sammelfrucht, die viele Nüsschen
(Samen) enthält. Die kleinen Nüsse sind mit feinen Härchen bedeckt, die
aufgrund winziger Widerhaken bei Hautkontakt Juckreiz verursachen. Die Schalen
der Hagebutte können unter anderem als gesunder Tee eingesetzt werden.
Sammelzeit: zur
Fruchtreife im Herbst |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Blase, Immunsystem, Stoffwechsel, Ausgleich des Vitaminbedarfs, Haut/Gewebe
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Wirksame
Teile: Früchte (Fructus cynosbati), Hagebuttensamen (Rosae fructus
oder Semen cynosbati), Fruchtschale (Rosae pseudofructus) |
Inhaltsstoffe:
Ascorbinsäure
(100 g frische Hagebutten enthalten zwischen 400 und 5000 mg Vitamin C),
Gerbstoffe, Schleimstoffe, Proteine, Flavone, Fruchtsäuren, Vitamin-B-Komplex |
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Eigenschaften:
harntreibend, appetitanregend
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Anwendung bei: Erkältungen,
grippale Infekte, Schwächezustände, Vitaminmangel, Frühjahrsmüdigkeit,
Stoffwechselstörung, zur Narbenbehandlung und Reduktion der Faltenbildung
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Verwendung: Die Anwendung erfolgt u.a. innerlich. Die Hagebuttenschalen werden für Tee, Marmelade, Saft, Fruchtwein, Likör oder als Fruchtmus (Hagebuttenmark) verarbeitet. Hagebutten können außerdem roh gegessen werden, nachdem die Samen ( Nüsschen) entfernt wurden. Hagebutten werden regional auch als Würze von Wildgerichten verwendet. Das Samenöl wird vorwiegend äußerlich zur Hautpflege genutzt und Hagebuttenpulver ist erhältlich in Fertigpräparaten. |
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1990: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; keine Risiken; sog. Nullmonographie;
als Hilfsdroge bzw. Geschmackskorrigenz verwendbar |
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In der Tierheilkunde
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Hagebuttenpulver oder Fruchtmus
wird Tieren verabreicht zum Ausgleich von Vitaminmangel, zur Stärkung der Abwehrkräfte und des
Immunsystems, auch bei Magen- und Darmerkrankungen, Gallenbeschwerden und
Appetitlosigkeit
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Traditionell werden gequetschte oder
gemuste Hagebutten eingesetzt, um bei Hunden Vitaminmangel ausgleichen.
Hagebutten wirken gleichzeitig Darmparasiten entgegen. Je nach Größe
und Gewicht des Tieres kann man das Mus von 2 bis 4 Hagebutten dem Futter
zumischen.
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Eine Fasten- und Entschlackungskur bei übergewichtigen Tieren und für Tiere mit Haut- und Gelenkproblemen ist empfehlenswert. Eine Kräutermischung aus Brennnessel, Himbeer- und Brombeerblättern, Linden- und Holunderblüten, Hagebutten und Fenchelfrüchten kann dafür als Aufguss dem Futter beigemischt werden.
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Hagebuttenpulver oder Fruchtmus
soll hilfreich sein bei degenerativen rheumatischen Erkrankungen
(Arthrose) der Tiere. Hagebutte schwächt die Entzündungsreaktion in den Gelenken ab oder unterdrückt sie meist ganz. Dadurch werden Schädigung
und Zerstörung des Knorpels gestoppt, die Schmerzen gelindert und die Beweglichkeit
verbessert.
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Hagebutte
wird als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten.
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Hagebutte
dient in einer Kräutermischung der Linderung und Vermeidung der Folgeerscheinungen einer
Vergiftung - als Begleittherapie: 1 TL Hagebutten-Fruchtmus und 2 EL Aloe Vera Gel pro
Tag dem Futter beimischen (Nach Empfehlungen des Instituts für Veterinärpharmakologie und
-toxikologie)
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Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Fructus cynósbati
(Cyónsbata). Hagebutten.
Rosa canina. Rosacéae. Ueberall häufig.
Die getrockneten, meist in zwei Hälften getheilten, fleischig gewordenen Kelche der Heckenrose; roth bis braunroth, lederartig zäh, Geruch schwach, Geschmack sauer.
Bestandtheile. Citronensäure, Zucker.
Anwendung. Zu Suppen und Saucen.
Die in den Hagebutten enthaltenen harten Nüsschenfrüchte finden ebenfalls als Semina cynósbati hier und da Verwendung. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 13. Band:
Seite 959 |
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Rosaceen,
dikotyle Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Rosifloren, Kräuter, Sträucher und Bäume mit wechselständigen, meist hand- oder fiederförmig zusammengesetzten Blättern mit freien oder in den Blattstiel angewachsenen, blattartigen Nebenblättern und mit vollständigen, seltener durch Fehlschlagen eingeschlechtigen regelmäßigen, einzelnen oder in Trugdolden, Köpfchen oder Trauben stehenden Blüten. Der untere Teil des Kelchs ist entweder kurz und ausgebreitet oder mehr oder weniger krugförmig verlängert (das Rezeptakulum), am Saume meist fünfspaltig und bisweilen noch mit einem Außenkelch versehen, dessen Blätter mit den Abschnitten des Kelchs abwechseln.
Die Frucht besteht aus zahlreichen einsamigen Achenien, die bei der Unterfamilie der Dryadeen meist nüßchenförmig erscheinen; bisweilen wird eine Scheinfrucht gebildet, indem der Fruchtboden beerenartig erweicht und die Achenien in denselben eingesenkt sind (Fragaria), oder indem das die Achenien einschließende Rezeptakulum sich verdickt und saftig wird (Rosa).
Die Familie umfaßt gegen 1100 Arten, von denen die meisten in den gemäßigten und kältern Gegenden der nördlichen Halbkugel, wenige in den höhern Regionen der tropischen Zone vorkommen. Fossil sind einige Arten der Gattungen Rosa, Fragaria, Spiraea u. a. aus Tertiärschichten bekannt. – Ätherisches Öl wird von Rosa-Arten (Rosa damascena und centifolia) gewonnen, Beerenobst liefern Arten von Fragaria und Rubus. Die strauchförmigen Gattungen (Rosa, Spiraea, Kerria, Rubus, Potentilla zum Teil) enthalten schöne Zierpflanzen. |
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Weiterführende
Informationen
Quellen |
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