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Wiesenschaumkraut
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Familie:
Kreuzblütengewächse
(Brassicaceae)
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milkmaid,
lady's-smock, cuckoo-flower, meadow-cuckoo, meadow-cress (engl.)
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Lt:
Cardamine pratensis
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Kleine Pflanzenkunde
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Auf feuchten, besonders sauren Wiesen, auf Flachmooren, in Auwäldern, auf Waldlichtungen, an Bachufern, auf Strandwiesen und
in Dünentälern von der Ebene bis in die alpine Stufe ist das Wiesenschaumkraut häufig und verbreitet. Aus einer Rosette
langgestielter, drei- bis elfzählig gefiederter Blätter erhebt sich der aufrechte, meist einfache Stengel, der 20 bis 30 cm
hoch wird und zwei bis sechs kurzgestielte, fiederschnittige Blätter trägt. Die Blüten bilden eine sieben bis zwanzigblütige
Trugdolde. Kronenblätter lila mit dunkleren Nerven, seltener weiß oder violett. Die Pflanze ist heimisch in Europa, Nordasien
und Nordamerika. Sie wächst gelegentlich auch untergetaucht. Vermehrung bei verhinderter Samenbildung durch Ausläufer oder
durch blattbürtige Adventivsprosse. (Madaus 1938)
Blütezeit: April bis
Juni
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: frische, zur Blütezeit geerntete, oberirdische Teile von Cardamine pratensis
Anwendung: In
der Homöopathie als Zusatzmittel bei Zuckerkrankheit |
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In der Tierheilkunde
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Meist
wissen Tiere instinktiv, welche Pflanzen ihnen dienlich sind und welche
Pflanzen besser gemieden werden sollten. Nach der Trocknung (im Heu) oder
nach der Gärung (Grassilage) fällt ihnen die Selektion nicht mehr so
leicht. Das Wiesenschaumkraut verursacht starke Verdauungsbeschwerden, oftmals auch Durchfall bei Landschildkröten.
Es ist zu vermuten, dass auch bei Weidetieren Verdauungsbeschwerden durch
übermäßigen Genuss des Krautes auftreten können. Ein Hinweis gibt
Madaus in seinem Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, bei der
Beschreibung von volkstümlichen Namen bei Wiesenschaumkrauts "Blähchrut bezieht sich jedenfalls auf die Wirkung, die der reichliche Genuß der
Pflanze auf das Weidevieh ausübt".
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In alten
Büchern gestöbert
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Dr. Med. Gerhard Madaus, Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938
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Eine so gemeine Pflanze wie Cardamine pratensis konnte den alten Ärzten nicht unbekannt geblieben sein. Doch ist es schwierig,
Genaueres zu ermitteln. Im 16. Jahrhundert war sie in den Offizinen nicht gebräuchlich, wie Leonhard Fuchs ausdrücklich
feststellt. Allein Dodonaeus wußte schon, daß sie in ihren Eigenschaften mit Nasturtium aquaticum übereinstimme, was später
von Dale und anderen wiederholt wurde. In Deutschland ist das Wiesenschaumkraut als Arzneipflanze 1774 durch Grednig bekannter
geworden, der als Arzt am Armenhause zu Waldheim in Sachsen lebte.
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Weiterführende
Informationen
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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