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Buschwindröschen
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auch: Waldröschen, Aprilblume, weiße Osterblume
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Familie:
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
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Wood Anemone
(engl.)
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Lt:
Anemone nemorosa
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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mehrjährige, krautige Pflanze
mit Wuchshöhen von bis zu 25 Zentimeter
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Blätter
sitzen in einem Quirl, je drei gestielte, handförmig geteilte Hochblätter mit grob gesägten Abschnitten
am oberen Teil des Stängels
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Weiße,
teils auch rot überlaufene, strahlenförmige Blüte mit 6 - 8 Blütenblättern
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kriechender
Wurzelstock
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Pflanze
bildet erst nach der Blüte ein gestieltes Grundblatt aus
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Blütezeit: zwischen März
und April/Mai
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Geschmack:
brennend
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Standort:
Laub- und Laubmischwälder, bis zu einer Höhe von 1900 m, Verbreitung in ganz Europa
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Inhaltsstoffe: Anemonin,
Protoanemonin (Gift, welches Haut- und Schleimhautreizungen verursacht)
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Hinweis: Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.
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Anwendung: In
der Homöopathie einst bei Gelenkrheumatismus und Magenentzündungen; In der Volksheilkunde auch bei Rheuma
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In der Tierheilkunde
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Das
Buschwindröschen gilt für Pferde, Hunde, Katzen, Kaninchen und Landschildkröten
als unverträglich bzw. wird für diese Tiere als Giftpflanze deklariert.
Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls
absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht
werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in
die Tierarztpraxis mit.
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In alten
Büchern gestöbert
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Brockhaus' Konversationslexikon, 14. Auflage, 1894-1896, Seite 51.608
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AnemoneL., Anemone, Windblume, Windröschen, Pflanzengattung aus der Familie der Ranunkulaceen (s. d.) mit
gegen 70 Arten, vorzugsweise in der nördlichen gemäßigten Zone, zum Teil bis in die arktischen Gegenden
hinauf; perennierende krautartige Gewächse mit fiedrig verteilten oder gelappten Blättern und ansehnlichen,
meist lebhaft gefärbten Blüten. Man unterscheidet gewöhnlich drei Untergattungen.
In Deutschland sind am häufigsten: Anemone nemorosa L. (deren Kraut früher offizinell war) und Anemone ranunculoides L., beide gehören zu den ersten Frühlingsblumen; die erstere hat weiße oder rötliche, die letztere gelbe Blüten.
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band: Seite 561
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Anemōne L. (Windröschen, Windblume), Gattung aus der Familie der Ranunkulaceen, ausdauernde Kräuter mit kriechendem
Wurzelstock, meist geteilten Blättern, gewöhnlich nur einblütigem
Stengel, sechs- bis neunblätterigem, blumenkronartigem Perigon, dreiblätteriger Hülle unter der Blüte und zahlreichen einsamigen
Früchtchen. Die meisten Arten gehören der nördlichen gemäßigten Zone, wenige der südamerikanischen und
südafrikanischen Flora an. Anemone
nemorosa L. (Waldröschen, Aprilblume, weiße Osterblume) blüht bei uns in Laubholzwaldungen im Frühjahr.
Die frischen Blätter und Blumen haben einen brennenden Geschmack und verursachen, wenn sie länger auf der
Haut iegen, Blasen und Geschwüre. Sie wurden früher als blasenziehendes Mittel angewendet; in
größern Gaben genommen, wirken sie giftig und können Entzündungen im Magen- und Darmkanal herbeiführen. Die Kamtschadalen bereiten aus dem
Safte der Pflanze ein Pfeilgift. Sie enthält flüchtiges Anemonin C15H12O6 . Dies bildet farblose, leicht
zerreibliche Prismen, ist geruchlos, fast geschmacklos und löst sich wenig in kaltem Wasser und Alkohol;
nach dem Schmelzen schmeckt es höchst brennend pfefferartig und bewirkt einige Tage anhaltende Taubheit der
Zunge.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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