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Vogelknöterich
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auch: Blutkraut,
Wegtritt, Zehrgras
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Familie:
Knöterichgewächse (Polygonaceae)
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Knotweed
(engl.)
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Lt:
Polygonum aviculare
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Einjährig, bis zu 50 cm hohe Pflanze;
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Stängel niederliegend
bis aufsteigend, ästig, dunkelgrün, kahl, gestreift;
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Blätter
wechselständig, klein, sitzend, elliptisch bis lanzettlich, silbrig bis hellbraun durchscheinende, geaderte
Blattscheide;
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grünlichweiße bis rosa Blüten, 2-5 in den
Blattachseln, kurzgestielt; Blütenhülle einfach, nicht in Kelch und Krone unterteilt, 5spaltig, 8 Staubblätter,
3 kurze Griffel;
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Frucht:
dreikantig;
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Geschmack: bitter, herb.
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Standort:
Brachland, magere Standorte in Europa bis 2300 m.
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Blütezeit/Sammelzeit:
Juni bis August
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Historisches:
Schon die alten Römer nutzten die blutstillenden Eigenschaften des Vogelknöterichs.
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Vogelknöterichkraut
(Polygoni avicularis herba)
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe,
Kieselsäure
Eigenschaften: adstringierend, harntreibend (diuretisch)
Anwendung: Innerlich als
Tee oder galenische Zubereitung, äußerlich zu Umschlägen und Spülungen
bei leichten Katarrh der Luftwege; bei entzündlichen Veränderungen der
Mundschleimhaut (Stomatitis) und Rachenschleimhaut (Pharyngitis)
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In
der Volksheilkunde innerlich bei Husten, Blasen- und Nierenleiden, Diarrhoe, Nachtschweiß, Gicht, Rheuma
und als Adjuvans bei Lungenerkrankungen; äußerlich bei
Hautaffektionen, schlecht heilenden Wunden und bei Blutungen
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In alten
Büchern gestöbert
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892,
Band 13, Seite 207
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Polygonum L. (Knöterich), Gattung aus der Familie der Polygoneen, ein- oder mehrjährige Kräuter oder Halbsträucher mit häufig stark knotig gegliedertem Stengel, oft drüsig punktierten und rotbraun gefleckten Blättern, weißen oder roten Blüten und linsenförmiger oder dreikantiger, vom Perigon völlig eingeschlossener Frucht. Etwa 150 Arten.
Polygonum Bistorta (Natter-, Drachen-, Krebswurz, Wiesenknöterich), mit 60–90 cm hohem, einfachem Stengel, langgestreiften, bauchigen Blattscheiden, eilanzettförmigen Blättern und purpurnen Blüten in ährenförmiger, dichter Traube, wächst auf Wiesen in Europa und Nordasien und liefert die zweimal gebogene (daher der Name Bistorta) Natterwurzel, welche früher als tonisch-adstringierendes Mittel offizinell war. Das Kraut ist als Futterkraut von Wert, während das an feuchten Stellen wachsende pfefferartig scharfe Kraut von Polygonum. Hydropiper L. (Wasserpfeffer), dessen glänzende Blätter oft schwarz gefleckt, und dessen grünrote Blüten in eine ährenförmige, nickende Traube gestellt sind, auf Schafe giftig wirkt. Polygonum persicaria L. (Flöhkraut), einjährig, mit ästigem, bis 1,25 m hohem Stengel, eilanzettförmigen, häufig schwarz gefleckten Blättern, rosa oder grünlichweißen, in eine dichte, ährenförmige Traube gestellten Blüten und flohähnlichen Samen,
wächst auf Äckern als Unkraut und gibt ein schlechtes Futter. Polygonum tinctorium L. (Färberknöterich) ist dem vorigen sehr ähnlich, wächst in Ostasien und liefert dort Indigo. In Frankreich und Deutschland vor 40–50 Jahren angestellte Kulturversuche ergaben indes wenig befriedigende Resultate. Mehrere Arten werden bei uns als Zierpflanzen benutzt, namentlich Polygonum cuspidatum C. Koch (Polygonum Sieboldi hort.), aus Japan, welches jährlich eine Anzahl 2–3 m hoher, eleganter, mit leichtem Laub sich bedeckender, verästelter Stengel und weiße, aufrechte Blütenähren treibt. Man benutzt diese Art zum Befestigen des Flugsandes.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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