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Walnuss
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Familie:
Walnussgewächse
(Juglandaceae)
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Walnut
(engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Ursprüngliche
Heimat des Walnussbaums sind Regionen in Südosteuropa und Ostasien. |
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Der
Walnussbaum erreicht Wuchshöhen von bis zu 25 Metern. Die Borke ist
graubraun und rissig. Die Blätter stehen wechselständig, sind lang gestielt,
unpaarig gefiedert. Pro Blatt bilden sich zwei bis elf
breitelliptische, glänzend grüne Fiederblättchen. Männliche Blüten
werden als längliche Kätzchen ausgebildet, weibliche Blüten stehen in endständigen
Blütenständen. Der Walnussbaum bildet kugelige Früchte mit ledriger Schale und
runzligem Steinkern, in dem die Nuss enthalten ist. |
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Besonders
interessant ist der hohe Gehalt der Walnuss an Eiweißen, Kohlenhydraten, Mineralsalzen und
Vitaminen. Die Walnuss zählt zu den nahrhaftesten Früchten unter den Trockenfrüchten. |
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Blütezeit: April - Mai,
Sammelzeit: Juni (September bis Oktober) |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend, fördernd und kräftigend für:
Haut/Gewebe, Verdauungsorgane, Blutreinigung |
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Anwendung bei: Akne,
oberflächlichen Entzündungen der Haut, übermäßiger Schweißabsonderung,
Magen-Darm-Beschwerden, Hautleiden, Geschwüren, Augenentzündungen, Durchfall (Diarrhoe),
Mundschleimhautentzündung (Stomatitis), Rachenschleimhautentzündung (Pharyngitis),
Zahnfleischentzündung (Gingivitis), Lymphknotenentzündung, Kopfschmerzen |
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Eigenschaften:
antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend), durchfallhemmend (antidiarrhoeisch) |
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Wirksame Teile:
Walnussblätter (Juglandis folium) - getrocknet, Walnussfruchtschalen
(Juglandis fructus) |
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Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Juglon (Naphthochinon-Derivat), Flavonoide, ätherisches Öl |
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Rezepturen & Produkte
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Die
Nussfrucht findet natürlich rege Verwendung in der Küche und ist eine
beliebte Knabberei in der Winterzeit. Walnussblätter (getrocknet) und Walnussfruchtschalen
( Juglandis fructus) werden zudem innerlich als Tee und äußerlich zu Bädern,
Spülungen und Umschlägen verwendet. |
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Für Umschläge und Teilbäder
rechnet man etwa zwei bis drei Gramm Droge auf 100 Milliliter
Wasser. Die Zubereitung wird kalt angesetzt, bis zum Sieden erhitzt und nach
etwa 15 Minuten durch ein Teesieb gegeben Die Anwendung von Walnusszubereitungen auf
der Haut führt aufgrund des Juglongehalts zu einer deutlichen Gelb- bis Braunfärbung. |
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In
der Tierheilkunde
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Walnussbaumblätter
werden in der traditionellen Tierheilkunde gegen Läuse und Wanzen
eingesetzt. Man kann das betroffene Tier mit einem starken Blätterabsud
waschen. Anschließend wurde das Tier mit pulversiertem Wermut oder
pulverisierter Eberraute gepudert. Die Blätter sollten als begleitenden
Schutz in die Stallstreu gemischt werden oder auch im Hundekorb ausgelegt
werden. Ähnlich kann mit Rainfarnblättern
verfahren werden.
Zur Anregung des Stoffwechsels und zur Unterstützung der Entgiftung kann ein Aufguss
aus Walnuss-, Brennnessel- und Birkenblättern, Ackerschachtelhalmkraut,
Holunderblüten und Ackerstiefmütterchenkraut dem Futter beigemischt werden.
Allgemeine Empfehlung
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In
alten Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Fólia juglándis.
Wallnussblätter. Juglans régia. Juglandéae.
Asien, Europa kultivirt. Blätter länglich, eiförmig, zugespitzt, ganzrandig, kahl; 15–20 cm lang, bis zu 10 cm breit; sie sollen im Frühjahr, bevor sie gänzlich ausgewachsen,
eingesammelt werden. Geruch angenehm aromatisch, Geschmack herb, bitter. Bestandtheile. Gerbsäure, Spuren von ätherischem Oel. Anwendung. Als
blutreinigendes Mittel.
Córtex juglándis frúctuum.
Wallnussschale.
Juglans régia. Juglandéae.
Asien, bei uns
kultivirt.
Das getrocknete äussere, fleischige Fruchtgehäuse der Steinfrucht schwarzbraun, eingeschrumpft, fast geruchlos, von sehr herbem Geschmack.
Bestandtheile. Gerbsäure, der Pyrogallussäure ähnlich, auch Nucitannin genannt. Spuren von Citronen- und Apfelsäure.
Anwendung. Zur Bereitung von Holzbeizen (Nussbaumbeize). |
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Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 16. Band: Seite 370-371 |
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Der
edle Walnußbaum (welsche Nuß, J. regia L.), ein 12–25 m hoher Baum mit verhältnismäßig kurzem Stamm und schöner, weit ausgebreiteter Krone, 5–9 länglichen,
ganzrandigen oder schwach gezahnten Fiederblättchen und meist eiförmiger, auf dem Scheitel kurz gespitzter, grüner, weiß punktierter, endlich schwarzer
Frucht, stammt wohl aus Persien und vielleicht aus dem Hochland Zentralasiens, kam aber früh über Kleinasien nach Griechenland und wird jetzt in mehreren
Varietäten, namentlich im badischen Oberland, in der Schweiz und Südtirol, in Savoyen und Piemont, auf Bergen und in der Ebene, in Gärten und als Alleebaum
kultiviert. Er geht in Westeuropa bis 56, im O. bis 52° nördl. Br., in den nördlichen Schweizer Alpen bis 800, in den südlichen bis 1100 m. Er wird durch
Samen fortgepflanzt, wächst sehr schnell und erreicht ein Alter von mehr als 100 Jahren.
Das Holz junger Bäume ist nicht brauchbar; später aber wird es hart, zäh und elastisch, und das Kernholz nimmt eine schwarzbraune, gewässerte und
marmorierte Farbe an. Es ist fein, etwas glänzend, leicht spaltbar, im Trocknen sehr dauerhaft und als Nutzholz, namentlich zu Möbeln und Gewehrschäften,
sehr gesucht und wird, da die europäischen Anpflanzungen nicht mehr ausreichen, aus den Wäldern der persischen Provinz Gilan bezogen. Die Blätter sind
offizinell und werden namentlich gegen Skrofulose benutzt; in der Technik dienen sie, wie auch die grünen Fruchtschalen, zum Färben, namentlich des Holzes.
Waschen mit einer Abkochung der Blätter schützt Pferde vor Mücken und Stechfliegen. Die Fruchtschalen dienen auch zum Haarfärben. Unreife Walnüsse werden
eingemacht und zur Bereitung eines Likörs benutzt; die reifen werden gegessen, auch preßt man aus den Kernen fettes Öl.
Walnußöl, aus den Kernen der Walnuß durch Pressen gewonnenes (Ausbeute 35–50 Proz.) fettes Öl, ist grünlich, dann hellgelb, geruchlos, schmeckt mild, spez.
Gew. 0,928 bei 12°, erstarrt bei –18°, wird leicht ranzig, trocknet schnell und wird als Speiseöl und in der Ölmalerei benutzt. Heiß gepreßtes Öl ist dunkler, nicht wohlschmeckend, riecht eigentümlich, dient als Brennöl, zu Seifen und dunkeln Druckfirnissen. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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