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Adonisröschen
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auch:
Frühlings-Adonisröschen, Blutauge, Frühlings-Teufelsauge, Teufelsauge, falsche oder
böhmische Nieswurz |
Familie:
Hahnenfußgewächse
(Ranunculaceae)
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| False Hellebore
(engl.) |
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Lt:
Adonis
vernalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Das Adonisröschen gedeiht
auf Trocken- und Halbtrockenrasen, an sonnigen Hängen und in Kiefernwälder.
Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimetern, blüht
auffallend gold-gelb und hat gefiederte Laubblätter. Die Pflanzen
hat einen kräftigen schwarzbraunen Wurzelstock, der Stängel ist einfach
und steht aufrecht.
Das Adonisröschen ist giftig
und sollte daher als Heilpflanze nur nach Rücksprache mit einem Arzt
angewendet werden. Eine optimale Dosierung ist mit Fertigpräparaten
möglich. Die Pflanze zählt außerdem zu den geschützten Arten (siehe Bundesartenschutzverordnung).
Blütezeit: April bis Mai |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Blutkreislauf, Durchblutung, Blutdruck,
Vitalisierung, Steigerung der Leistungsfähigkeit, Herz, Anregung des Stoffwechsels
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Anwendung bei:
Niedriger
Blutdruck, Funktionelle Herzbeschwerden, Herzschwäche, Rheumatische
Herzbeschwerden, Leichte Herzklappenfehler, Bronchialasthma
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Wirksame Bestandteile: Blühendes Kraut
(Adonidosid, Adonivernosid, Cymarin, Adonitoxin. Cholin, Harz, u.a.) |
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Blütezeit: April bis Mai |
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Anwendung: Ratsam ist die Anwendung von
Fertigpräparaten nach Rücksprache mit einem Arzt. Grundsätzlich ist die
Verwendung einer Tinktur empfehlenswert.
Hinweis: Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«. |
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In der Tierheilkunde
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Adonisröschen (Adonis
spec.) gilt für Pferde, Esel, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen
und Vögel als unverträglich bzw. wird als für diese Tiere als Giftpflanze deklariert. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls
absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht
werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben. Wenn das Tier bereits erbrochen hat, nehmen Sie das Erbrochene in
die Tierarztpraxis mit. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Dr. Med. Gerhard Madaus, Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938 |
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H. Bock entdeckte die Pflanze bei Ingelheim auf Heideplätzen, wo sie auch heute noch zu finden ist, und glaubte in ihr den wahren Helleborus des Hippokrates gefunden zu haben. Er ließ sie auch unter diesem Namen abbilden, jedoch wurde der Irrtum bald erkannt, und schon Matthiolus führt den Frühlings-Adonis als Pseudohelleborus auf. Parkinson berichtet, daß zu seiner Zeit die Samen der Pflanze gegen Kolik und Steinleiden verwandt wurden. In Rumänien wird die Wurzel bei ähnlichen Krankheiten der Pferde verwandt.
Als herzstärkendes Mittel kam Adonis vernalis erst Ende des 19. Jahrhunderts durch Bubnow in Gebrauch.
In der russischen Volksmedizin galt nach W. Demitsch Adonis vernalis als ein sicheres, antihydropisches Mittel, das auch bei Krämpfen und Fieber gebraucht wurde. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band: A -
Atlantiden, Seite 129 |
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Adonis
L. (Adonisröschen), Gattung aus der Familie der Ranunkulaceen, ein- oder mehrjährige Kräuter mit beblättertem
Stengel, zwei- bis dreifach fiederteiligen Blättern mit linealischen Zipfeln, einzeln gipfelständigen Blüten und gespitzten Schließfrüchten. Adonis autumnalis L., mit kahlem, von der halbkugelig zusammenschließenden, blutroten, am Grund mit einem schwarzen Fleck gezeichneten Blumenkrone abstehendem Kelch und ungezahnten Früchtchen, Adonis aestivalis L., mit weniger kahlem, an die abstehenden, mennigroten, an der Basis violettschwärzlich gefleckten oder auch fleckenlosen Blumenblätter angedrücktem Kelch und spitzig gezahnten Früchtchen, und Adonis vernalis. L., mit zitronengelber Blumenkrone und flaumhaarigen Früchtchen mit hakenförmigem Schnabel, finden sich besonders auf Kalkboden, werden als Zierpflanzen kultiviert. Kraut und Wurzeln enthalten einen scharfen Stoff, und die Wurzel von Adonis vernalis dient in Rußland als drastisches Purgiermittel. |
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Weiterführende
Informationen
Giftigkeit und Gefährdung
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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