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Kräuter und Sträucher, fast über alle Teile der Erde verbreitet, mit wechselständigen, sehr verschieden gestalteten Blättern, walzigen Blütenkörbchen, meist gelben Blüten, schnabelloser Achene und haarigem
Pappus; ca. 400 Arten, besonders in der gemäßigten Zone und in gebirgigen Gegenden.
Von
S. Jacobaea L. (Jakobskraut), mit fiederteiligen Blättern und goldgelben, strahligen Blütenkörbchen, an Rainen etc. sehr verbreitet, war sonst das unangenehm scharf und bitter schmeckende Kraut
offizinell. S. vulgaris L. (Gold- oder Grindkraut, Baldgreis), allenthalben verbreitet, ist ein oft
lästiges Wildkraut in Gärten und auf Feldern, dessen Blüten ein Lieblingsfutter der Singvögel sind.
Andre Arten sind ebenso gemein in Wäldern und überziehen oft ganze Blößen, besonders S. vernalis K. (Wucherblume), mit wollig behaartem
Stängel, fiederspaltigen, zottig krausen Blättern und großen Blütenköpfen, aus Asien nach dem Westen eingewandert, vermehrt sich massenhaft durch Samen. (Meyers
1888,
Blatt 10.202) |
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Das
Jakobs-Kreuzkraut wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gerne gesehen, da alle ihre Teile auf Grund der enthaltenen leberschädigenden
Pyrrolizidin-Alkaloide giftig sind. Der Gehalt ist in den Blüten bis zu doppelt so hoch wie im Kraut.
(HagerROM 2002) Kreuzkräuter enthalten in
allen Pflanzenteilen relativ hohe Gehalte an Pyrrolizidin-Alkaloiden. Diese natürlichen Toxine
führen zu Lebervergiftungen bei allen Warmblütlern. Die chronischen Leber-
und Stoffwechselschäden sind nicht medikamentös heilbar. Bereits geringe
Aufnahmen können zu bleibenden Leberschäden führen. Insbesondere bei Pferden, aber auch bei Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen führen.
Auch für Esel, Schweine, Schafe, Ziegen und Vögel gelten Senecio jacobaea
und andere Kreuzkräuter als gefährlich und werden für diese Tiere als Giftpflanzen deklariert.
Nach der Futteraufbereitung zu Heu oder Grassilage erkennen die Tiere Giftpflanzen nicht mehr.
(Proplanta) |