Silberdistel

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Mariendistel

auch: Frauendistel, Milchdistel, Silberdistel

Familie: Korbblütler 

(Asteraceae)

Milk Thistle (engl.)

 

Lt: Silybum marianum

Kleine Pflanzenkunde

Mariendistel

Die Mariendistel gedeiht im Mittelmeergebiet und im Kaukasus, in Mitteleuropa ist sie nur selten anzutreffen, wird hier jedoch kommerziell kultiviert. Die Mariendistel ist eine zweijährige Pflanze und wird bis zu 1,50 Meter hoch. Der kräftige Stängel steht aufrecht, ist gefurcht und verzweigt. Die Pflanze hat glänzend grüne Blätter, mit hellen Streifen (Marmorierung) entlang der Blattnerven. Die Blätter wachsen ungestielt, direkt am Stängel und haben einen dornig gelappten Rand. Die Mariendistel blüht violett, in einzelnen, halbkugeligen Köpfchen. An den Hüllblättern befinden sich lange, dornigen Spitzen. Die Pflanze bildet längliche, dunkelbraune Früchte aus. 

Blütenzeit: Juli bis August, Sammelzeit: September bis Oktober

 

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Mariendistel

 

 

Mariendistel

Heilend, fördernd und kräftigend für: Galle, Leber, Magen, Venen

Anwendung bei: Gallenbeschwerden, Leberleiden, Toxische Leberschäden zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose, Magen- Darmbeschwerden, Migräne, Reisekrankheit, Krampfadern, Pfortaderstauung, Verdauungsbeschwerden

Eigenschaften: leberschützend, leberentgiftend (epatoprotektiv), leberregenerierend (hepatoregenerativ), antifibrotisch, antiperoxidativ

Wirksame Teile: Mariendistelfrüchte (Cardui mariae fructus),  Mariendistelkraut (Cardui mariae herba) - während der Blüte gesammelt und getrocknet 

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Silymarin (Silybin, Silychristin und Silydianin), Flavonoide 

Wirkung: Silymarin verhindert, dass Lebergifte nicht in das Zellinnere eindringen können. Außerdem regt es die Regenerationsfähigkeit der Leber an und stimuliert die Neubildung von Hepatocyten. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 15 Gramm Droge - was etwa 200 bis 400 Milligramm Silymarin (Silibinin) entspricht. Die Droge ist als Fertigpräparat in Form von Kapseln oder Dragees erhältlich und wird auch als intravenöse Infusion bei schweren Vergiftungen eingesetzt.

  

   

In der Tierheilkunde

Mariendistel wird vom Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie zur Linderung und Vermeidung der Folgeerscheinungen einer Vergiftung als Begleittherapie empfohlen. Je nach Tierart und Gewicht des Tieres sollte dem Tier 1 EL bis 1 Tasse Mariendistel täglich unters Futter gemischt werden.

Mariendistelsamen werden als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten. Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe wird die Magen- und Gallensaftsekretion gesteigert und eine  appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung erzielt.

  

   

In alten Büchern gestöbert

Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Fructus sílybi mariáni oder Semen cárdui Mariae.
Stichkörner, Mariendistelsamen, Silybum mariánum. Compósitae.
Südeuropa. Früchtchen 4–5 mm lang, länglich, plattgedrückt, mit bräunlich glänzender, lederartiger Haut und weissem öligem Samen. Geruchlos, Geschmack schwach bitter. Wirksame Bestandtheile unbekannt. Hier und da als Mittel gegen Seitenstechen gebraucht.

  

Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 14. Band: Seite 981

Silybum Gärtn., Gattung aus der Familie der Kompositen mit der einzigen Art S. Marianum Gärtn. (Marien-, Frauen-, Milch-, Silberdistel). Dies stattliche Gewächs hat große, hellgrüne, milchweiß gefleckte, glänzende Blätter und purpurrote Blüten, ist in den Mittelmeerländern heimisch und wird bei uns als Zierpflanze kultiviert.

 

   

Weiterführende Informationen

E-Monographie

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Saathafer ] Saat-Hohlzahn ] Saatmohn ] Sagenkraut ] Salatblume ] Salbei ] Samwurzel ] Sandbirke ] Sandthymian ] Sauerdorn ] Sauerkrautwurz ] Schafgarbe ] Schafkraut ] Schafzunge ] Scharbockskraut ] Scharfnessel ] Scharlachkraut ] Schlafmohn ] Schlafmützchen ] Schlangenmoos ] Schlangenwurzel ] Schlüsselblume ] Schmalblättrige Kegelblume ] Schnürgras ] Schöllkraut ] Schöllwurtz, kleine ] Schotenklee ] Schuppenflechte, isländische ] Schwanenbrot ] Schwarzbeere ] Schwarze Johannisbeere ] Schwarzer Holunder ] Schwarzer Senf ] Schwarzkümmel ] Schwarztee ] Schwarzwurz ] Senf, schwarzer ] Senna ] [ Silberdistel ] Silberkraut ] Silberweide ] Skorbutkraut ] Sommerlinde ] Sonnenblume ] Sonnenhut ] Sonnenkraut ] Sonnentau ] Sonnwendgürtel ] Spelt ] Spießdorn ] Spinnendistel ] Spirke ] Spitzwegerich ] St. Jacobskraut ] Stabkraut ] Stachelkümmel ] Stechmyrte ] Steinklee ] Steinlinde ] Sternleberkraut ] Stiefmütterchen ] Stieleiche ] Stolzer Heinrich ] Storchschnabel ] Sturmhut ] Suchtkraut ] Sumpfdotterblume ] Sumpfklee ] Süßholz ]

 

 

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