Schwarzkümmel

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Schwarzkümmel

 

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunkulaceen)

Black Cumin, Fennel-Flower (engl.)

 

Lt: Nigella L.

Kleine Pflanzenkunde

Schwarzkümmel

 

Schwarzkümmel

Einjährige Kräuter mit zwei- bis dreifach fiederteiligen, schmalzipfeligen Blättern, von denen die obersten bisweilen zu einer dicht unter der terminalen Blüte stehenden laubigen Hülle zusammengedrängt sind. Die Frucht ist eine langgeschnäbelte, vielsamige Balgkapsel. Zehn Arten in den Mittelmeerländern und Westasien. Nigella damascena L. (Gretchen im Busch, Braut oder Jungfer in Haaren, Kapuzinerkraut), 30–60 cm hoch, kahl, mit hellblauer, von fein geteilter, grüner Hülle umgebenen Blüten und kahlen, blasig aufgetriebenen Balgkapseln, unter den Saaten in den Küstenländern des Schwarzen Meers wachsend, wird in Gärten in verschiedenen Varietäten als Ziergewächs kultiviert.
Die Samen riechen beim Reiben deutlich erdbeerartig. Nigella sativa L. (schwarzer oder römischer Koriander, Nardensame, Nonnennägelein), mit behaartem Stängel, blauen Blüten ohne Hülle, drüsig rauhen Balgkapseln und eiförmigen, dreikantigen, netzaderigen Samen, in Kleinasien und Südeuropa, wird hier und da, z. B. bei Erfurt, kultiviert. Die besonders beim Zerreiben kajeputartig riechenden und ebenso schmeckende Samen wurden früher arzneilich und werden jetzt noch in Ägypten und im Orient als Gewürz angewandt. (Meyers 1888, Band 12, Seite 174)

  

In der Tierheilkunde

Schwarzkümmel wird als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten. Dem Schwarzkümmel werden - wie dem Echten Kümmel - verdauungsfördernde Wirkungen zugeschrieben.

" Samen würzhaft riechend, stechend scharf schmeckend, verwendet wie Kümmel, besonders aber in der tierärztlichen Praxis" (Merck´s Warenlexikon, 1884)

  

In alten Büchern gestöbert

Merck´s Warenlexikon, 1884, Band 21, Seite 503

Einjährige Kräuter,  Samen in jeder Kapsel zahlreich, in einer Reihe, schwarz, dreieckig, scharf aromatisch. Angebaut wird: der gebaute oder gemeine S., N. sativa L., auch römischer oder schwarzer Koriander, Katharinenblume, Kapuziner- und Nardenkraut, Nardensamen etc. genannt, 25–30 cm hoch, in Südeuropa, in Deutschland und im Orient (indischer S. Nigella, indica Roxb).
Früchte mit fünf bis zehn Kapseln, Samen würzhaft riechend, stechend scharf schmeckend, verwendet wie Kümmel, besonders aber in der tierärztlichen Praxis, oft verfälscht mit dem Samen vom Ackerschwarzkümmel, N. arvensis L., oder vom türkischen S., N. damascena L. (Gartenschwarzkümmel - Zierpflanze), beide unschädlich, aber auch unwirksam. Die Hauptverwendung des Samens der angebauten Art geschieht zur Ölgewinnung.

 

   

Weiterführende Informationen

Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Saathafer ] Saat-Hohlzahn ] Saatmohn ] Sagenkraut ] Salatblume ] Salbei ] Samwurzel ] Sandbirke ] Sandthymian ] Sauerdorn ] Sauerkrautwurz ] Schafgarbe ] Schafkraut ] Schafzunge ] Scharbockskraut ] Scharfnessel ] Scharlachkraut ] Schlafmohn ] Schlafmützchen ] Schlangenmoos ] Schlangenwurzel ] Schlüsselblume ] Schmalblättrige Kegelblume ] Schnürgras ] Schöllkraut ] Schöllwurtz, kleine ] Schotenklee ] Schuppenflechte, isländische ] Schwanenbrot ] Schwarzbeere ] Schwarze Johannisbeere ] Schwarzer Holunder ] Schwarzer Senf ] [ Schwarzkümmel ] Schwarztee ] Schwarzwurz ] Senf, schwarzer ] Senna ] Silberdistel ] Silberkraut ] Silberweide ] Skorbutkraut ] Sommerlinde ] Sonnenblume ] Sonnenhut ] Sonnenkraut ] Sonnentau ] Sonnwendgürtel ] Spelt ] Spießdorn ] Spinnendistel ] Spirke ] Spitzwegerich ] St. Jacobskraut ] Stabkraut ] Stachelkümmel ] Stechmyrte ] Steinklee ] Steinlinde ] Sternleberkraut ] Stiefmütterchen ] Stieleiche ] Stolzer Heinrich ] Storchschnabel ] Sturmhut ] Suchtkraut ] Sumpfdotterblume ] Sumpfklee ] Süßholz ]

 

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