Sandthymian

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Quendel

auch: Feldthymian, Sandthymian, Wilder Thymian

Familie: Lippenblütler 

(Lamiaceae)

Wild Thyme (engl.)

 

Lt: Thymus serpyllum

Kleine Pflanzenkunde

Quendel

 

Quendel

Der Quendel oder auch Feldthymian gedeiht auf Trockenrasen, an Wegrändern und Gebüschen in Mittel- und Nordeuropa. Die Pflanze gilt in weiten Teilen Europas als gefährdet - deshalb besser nicht in freier Natur sammeln, sondern im eigenen Garten ziehen!

Der Quendel ist eine ausdauernde Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 Zentimetern. Der Stängel wächst  aufrecht bis aufsteigend (manchmal auch fast liegend) und ist behaart. Die kleinen Blätter stehen gegenständig, sind elliptisch bis länglich geformt und am Grund lang bewimpert. Quendel blüht kräftig rosa bis purpurfarben in kugeligen Blütenständen.

Quendel spielt im Brauchtum einiger Stämme und Völer eine bedeutende Rolle,  unter anderem als Weihekraut.

Blütezeit: Mai bis August, Sammelzeit: Juli bis Oktober

  

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Quendel

Heilend, fördernd und kräftigend für: Atmungsorgane, Bronchien, Gelenke

Anwendung bei: Katarrhe der oberen Luftwege, Bronchitis, Husten, Kehlkopfentzündung, auch äußerlich bei:  rheumatischen Schmerzen, Nervenentzündungen, Verstauchungen, Quetschungen oder geschwollenen Gelenken

Eigenschaften: auswurffördernd (expektorierend), krampflösend auf die Bronchien (bronchospasmolytisch), antimikrobiell

Wirksame Teile: Quendelkraut (Serpylli herba) - zur Blütezeit gesammelt

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl

  

Die Anwendung erfolgt meist in Teemischungen sowie in Fertigpräparaten - äußerlich und innerlich.

   

   

In der Tierheilkunde

In der Veterinärmedizin zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bei stumpfen Verletzungen, offenen Wunden, Hauterkrankungen, Eutererkankungen sowie Panaritium (Entzündung durch eine Infektion mit Staphylokokken und Streptokokken, seltener durch eine Infektion mit anderen Bakterien) als Aerosol, Emulsion oder Salbe

   

   

In alten Büchern gestöbert

Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Hérba serpýlli. Quendel, Feldkümmel, Feldthymian.
Thymus serpýllum. Labiátae.
Deutschland. Stengel liegend; Blüthenstiele aufsteigend; Blätter klein, eirund, ganzrandig; Blüthen röthlich, in Köpfchen; Geruch angenehm aromatisch; Geschmack gleichfalls bitter.
Bestandtheile. Aetherisches Oel.
Anwendung. Fast nur äusserlich, zu Bädern und aromatischen Kräuterkissen.

  

Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 15. Band: Seite 686

Thymus (Thymian, Quendel), Gattung aus der Familie der Labiaten, Halbsträucher oder kleine Sträucher mit kleinen, ganzrandigen, gegenständigen Blättern, meist wenigblütigen Scheinquirlen, die bald entfernt voneinander, bald zu dichten oder lockern Ähren oder Köpfchen zusammengedrängt sind, und meist rötlichen Blüten. 40 (80) Arten, besonders in den Mittelmeerländern. 

Thymus Serpyllum L. (Feldthymian, Feld-, Hühnerpolei, Quendel), in ganz Europa, im mittlern und südwestlichen Asien, in Afrika und Nordamerika, kleiner Halbstrauch mit niederliegendem, verästeltem Stengel, linealischen oder elliptischen, meist drüsig punktierten und am Grund borstig gewimperten Blättern und blaß purpurroten Blüten, variiert stark in Behaarung und Blattform, riecht, besonders gerieben, angenehm gewürzig und liefert ein ätherisches Öl (bis 0,4 Proz.). Das Kraut ist offizinell. 

  

   

Weiterführende Informationen

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Saathafer ] Saat-Hohlzahn ] Saatmohn ] Sagenkraut ] Salatblume ] Salbei ] Samwurzel ] Sandbirke ] [ Sandthymian ] Sauerdorn ] Sauerkrautwurz ] Schafgarbe ] Schafkraut ] Schafzunge ] Scharbockskraut ] Scharfnessel ] Scharlachkraut ] Schlafmohn ] Schlafmützchen ] Schlangenmoos ] Schlangenwurzel ] Schlüsselblume ] Schmalblättrige Kegelblume ] Schnürgras ] Schöllkraut ] Schöllwurtz, kleine ] Schotenklee ] Schuppenflechte, isländische ] Schwanenbrot ] Schwarzbeere ] Schwarze Johannisbeere ] Schwarzer Holunder ] Schwarzer Senf ] Schwarzkümmel ] Schwarztee ] Schwarzwurz ] Senf, schwarzer ] Senna ] Silberdistel ] Silberkraut ] Silberweide ] Skorbutkraut ] Sommerlinde ] Sonnenblume ] Sonnenhut ] Sonnenkraut ] Sonnentau ] Sonnwendgürtel ] Spelt ] Spießdorn ] Spinnendistel ] Spirke ] Spitzwegerich ] St. Jacobskraut ] Stabkraut ] Stachelkümmel ] Stechmyrte ] Steinklee ] Steinlinde ] Sternleberkraut ] Stiefmütterchen ] Stieleiche ] Stolzer Heinrich ] Storchschnabel ] Sturmhut ] Suchtkraut ] Sumpfdotterblume ] Sumpfklee ] Süßholz ]

 

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