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Salbei
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auch: Gartensalbei, Edler Salbei,
Königssalbei, Rauchsalbei, Sabikraut, Scharlachkraut, Tugendsalbe
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Familie:
Lippenblütler
(Lamiaceae)
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Sage
(engl.)
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Lt:
Salvia officinalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Salbei ist eine altbekannte
und überaus wirkungsvolle Heilpflanze. Aufgrund des aromatischen
Geschmacks wird die Pflanze gern zum Würzen von Fleischgerichten genutzt. Salbei enthält zwei, vor Fettverderb
schützende Antioxidantien, die sowohl die Farbstabilität, aber auch die Haltbarkeit von
Fleischwaren begünstigen. Salbei wird in Mittel- und Südeuropa
kultiviert. Die Pflanze wächst als ein dichter Halbstrauch, der bis zu 70
Zentimeter hoch werden kann. Die Blätter stehen gegenständig, sind
gestielt, fühlen sich recht derb und filzig an. Typisch ist die
grau-grüne Färbung der Blätter, mit leicht blauem Schimmer. Salbei
blüht blau-violett in ährenartigen Blütenständen. |
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Blütezeit: Mai bis Juli, Sammelzeit:
April bis Juni |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Geschlechtsorgane, Hals, Kehlkopf und Sprachorgane, Lunge / Bronchien / Atmung, Mandeln, Vitalisierung / Steigerung der Leistungsfähigkeit / Anregung des Stoffwechsels, Zähne und Zahnfleisch
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Anwendung bei:
zu starker Milchsekretion, Kehlkopfkatarrh, Mandelentzündungen, Mundschleimhaut- und Rachenentzündungen, Raucherhusten,
Zahnfleischbluten, starkes
Schwitzen, Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Völlegefühl, Blähungen,
kleinere Verletzungen und Entzündungen der Haut
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Wirksame Teile: Salbeiblätter
(Salviae folium)
Eigenschaften: entzündungshemmend (antiphlogistisch), antibakteriell,
virustatisch/antiviral (Virus abtötend), fungistatisch, schweißhemmend,
adstringierend (zusammenziehend), sekretionsfördernd, verdauungsfördernd,
blutstillend, desinfizierend
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl
(Hauptkomponenten: Thujon, Cineol, Campher), Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe,
Steroide, Spurenelemente |
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Rezepturen
& Produkte
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Die
Anwendung erfolgt innerlich als Tee oder äußerlich als Absud für
Mundspülungen oder in Form einer Tinktur zu Mund- und Rachenspülungen.
Zum Gurgeln und Spülen
mit ätherischem Öl: Etwa zwei bis drei Tropfen ätherisches Öl auf
rund 100 ml Wasser als lauwarmen Aufguss bereiten.
Blattaufguss
zum Gurgeln und Spülen: Zwei Teelöffel Salbeiblätter mit 100 ml siedendem Wasser
übergießen und nach etwa 15 Minuten durch ein Teesieb geben.
Teeaufguss:
Ein Teelöffel Salbeiblätter mit 150 ml siedendem Wasser übergießen
und nach etwa zehn Minuten durch ein Teesieb geben. |
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In der Tierheilkunde
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In der Veterinärmedizin zur Linderung von Bronchopneumonie (morphologische Verlaufsform der Lungenentzündung) und zur Fiebersenkung als flüssige Zubereitung bzw. als Aerosol.
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In der Veterinärmedizin zur
Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bei stumpfen Verletzungen, offenen Wunden,
Hauterkrankungen und Eutererkrankungen.
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In der Veterinärmedizin
bei Panaritium (Entzündung durch eine Infektion mit Staphylokokken und Streptokokken, seltener durch eine Infektion mit anderen Bakterien) als Aerosol, Emulsion oder
Salbe.
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In der Veterinärmedizin/in der Tierhaltung zur Beseitigung von Fehlern im Stallklima - z.B. zur Neutralisation von Ammoniak, Schwefelwasserstoff und weiteren Schadgasen sowie Bindung „Fällung“
von Staubpartikeln - somit auch zur Hustenlinderung als Bestandteil flüssiger
Zubereitungen.
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Traditionell wird Pferden und Eseln mit
Bronchitis und Husten das Heu in einem milden Aufguss aus Holunderblüten,
Blättern der Schwarzen Johannisbeere und Salbei angefeuchtet (getaucht).
Salbeiblätter
werden als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten.
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Bei
Pferden, Eseln und Hunden hat sich eine Kräutermischung aus Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut
gegen Atemwegserkrankungen bewährt. Die Pflanzen können frisch bzw.
als Absud dem Futter beigemischt werden.
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Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Fólia sálviae.
Salbeiblätter.
Sálvia officinális. Labiatae. Südeuropa, bei uns in Gärten.
Blätter länglich eiförmig, runzelig, dünnfilzig, graugrün, Rand fein gekerbt, mit feinem, hervortretendem Adernetz. Geruch aromatisch, Geschmack
gleichfalls, dabei kühlend und adstringirend. Bestandtheile. Aeth. Oel, Gerbsäure, Harz.
Anwendung. Hauptsächlich in der Volksmedizin zum Gurgeln, Mundspülen und Waschungen etc |
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Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte
Auflage, 1885-1892; 14. Band: Seite 234 |
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Salvia L. (Salbei), Gattung aus der Familie der
Labiaten, Kräuter, Halbsträucher und Sträucher mit ganzrandigen, gezahnten oder
gekerbten bis fiedrig eingeschnittenen Blättern, meist achselständigen, sitzenden oder gestielten, sehr kleinen bis großen Blüten in
zu Ähren, Trauben oder Rispen gruppierten Scheinquirlen. Etwa 450 Arten in allen gemäßigten und warmen Klimaten.
S. officinalis L.
(Gartensalbei), ein bis 1 m hoher Halbstrauch oder Strauch, in Südeuropa auf sonnigen Bergen, in Mittel- und Nordeuropa häufig in
Gärten gezogen, mit gestielten, länglichen, am Rand gekerbten,
netzig-narbigen, etwas behaarten, grauweißen Blättern und blauen, auch roten und weißen Blüten, enthält in den
offizinellen, angenehm riechenden, bittersüßlich, adstringierend, schleimig schmeckenden
Blättern grünliches bis gelbes ätherisches Öl. Man benutzt die Blätter hauptsächlich als Gurgelwasser, auch als Küchengewürz. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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