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Gottesgnadenkraut
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auch: Gichtkraut,
Gnadenkraut, Heckenysop, Laxierkraut, Nieskraut, Gottesgnade,
Magenkraut, Purgierkraut
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Familie:
Braunwurzgewächse
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Hedge Hyssop
(engl.)
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Lt:
Gratiola officinalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Pflanze wird
bis zu 40 cm hoch
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weiße
Blüten (teilweise gelblich oder rötlich überlaufen), 1 cm lang, an Stielen aus den Achseln der Blätter
entspringend
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Stängel
hohl, oben vierkantig
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Blätter
lanzettlich, am Rand gezähnt, halb stängelumfassend und kreuzweise gegenständig
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Blütezeit:
Juni bis August
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Standort:
an Ufern, auf Sumpfwiesen, an Grabenrändern in Mitteleuropa und Asien
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Hinweis:
Die Pflanze ist vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste
bedrohter Arten (vgl. Bundesartenschutzverordnung).
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Achtung:
Die Pflanze ist giftig. Beachten Sie auch die Anmerkungen im Verzeichnis »Giftpflanzen«.
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Inhaltsstoffe: Cucurbitacinglycosid
(Elatericid)
Eigenschaften: harntreibend,
abführend, herzstärkend
Anwendung:
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In
der Phytomedizin bei Lebererkrankungen, Gicht
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In der Homöopathie
bei Nieren- und Blasenkatarrh, Darmkatarrh
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In der Tierheilkunde
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Gottesgnadenkraut
(Gratiola officialis) gilt für Kühe als unverträglich bzw. wird für diese Tiere als Giftpflanze deklariert.
Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung unterzogen werden. Es sollte keinesfalls absichtlich Erbrechen hervorgerufen werden, es sollten auch keine eiweißhaltigen Getränke oder ölhaltigen Substanzen verabreicht werden - dem Tier möglichst nur etwas Wasser zu trinken geben.
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In alten
Büchern gestöbert
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und
Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Band 7, Seite 633
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Gratiola L. (Gnadenkraut), Gattung aus der Familie der Skrofulariaceen, ausdauernde, kahle oder
drüsig-weichhaarige Kräuter mit gegenständigen, ganzrandigen oder gesägten Blättern, einzelnen
achselständigen, meist weißen Blüten und eiförmigen, vielsamigen Kapseln. Etwa 20 Arten, meist in
gemäßigten Klimaten. Gratiola officinalis L. (echtes Gnadenkraut, Purgierkraut, Gichtkraut, Heckenysop),
eine perennierende Sumpfpflanze in ganz Europa bis Südsibirien und in der Dsungarei, auch in
Nordamerika, mit über 30 cm hohem, einfachem Stengel, lanzettlichen, sägezähnigen Blättern und
langgestielten, weißen oder rötlichen Blüten. Die geruchlosen Blätter schmecken stark und rein bitter, dann
anhaltend scharf kratzend und enthalten ein kristallisierbares Glykosid (Gratiolin C20H34O7 ) und ein
amorphes, ekelhaft bitteres, giftiges (Gratiosolin). Das Kraut war früher offiziell und wurde als
schwächeres Drastikum namentlich bei Geisteskrankheiten benutzt, ist jetzt aber ganz obsolet. In starken
Dosen wirkt es giftig. |
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Hérba gratíolae.
Gottesgnadenkraut, Erdgalle. Gratíola officinális. Scrophularinéae.
Mittel- und Südeuropa. Während der Blüthezeit zu sammeln; Stengel unten rund, oben deutlich vierkantig; Blätter sitzend, lanzettlich, 3–5 nervig, kahl, in der Mitte gesägt;
Blüthen weiss, geruchlos; Geschmack unangenehm bitter.
Anwendung. In der Medizin höchst selten, hier und da von den Landleuten unter dem Namen Erdgalle gefordert, wirkt drastisch, purgirend.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
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