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Pfefferminze
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auch:
Minze
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Familie:
Lippenblütler
(Lamiaceae)
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White Peppermint (engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Die Pfefferminze ist eine kultivierte
Kreuzung aus der langblättrigen Minze, der rundblättrigen Minze und der Wasserminze. Pfefferminze
vermehrt sich nur durch Ausläufer. Die Pflanze wird in den größten Teilen Europas und Amerikas
angebaut. Die Pfefferminze ist ausdauernde, kahle Pflanze mit unterirdischen Ausläufern
und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter. Der Stängel
ist vierkantig, einfach oder im oberen Teil verzweigt und zeigt eine
rötlich violette Färbung. Die Blätter stehen gegenständig, sind gestielt, mit gesägtem
Blattrand. Die Blüten sind rosaviolett, gestielt und stehen in den Achseln
der Tragblätter. |
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Blütezeit: Juli bis September,
Sammelzeit: Juni bis September
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Galle, Pflege der Haut, Verdauungsorgane
- Stärkung und Förderung der Verdauung,
Zähne und Zahnfleisch |
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Anwendung bei:
Blähungen, Durchfall, Gallenbeschwerden, Gallenblasenentzündung, Magenschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Schlaflosigkeit,
Kopfschmerzen, schmerzhafte Regel, Hautirritationen,
Zahnfleischentzündungen, Koliken, Erkältungskrankheiten
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Eigenschaften:
antiseptisch, antimikrobiell, entzündungswidrig, keimtötend,
galletreibend - gallensekretionsfördernd, krampflösend, schmerzstillend,
sekretionsfördernd
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Wirksame Teile: Pfefferminzblätter
(Menthae piperitae folium), Pfefferminzöl (Menthae piperitae aetheroleum) |
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Inhaltsstoffe: ätherisches Öl,
Flavonoide,
Lamiaceengerbstoffe
Teeaufguss: Ein Esslöffel voll
(1,5 bis 2 g) Pfefferminzblätter wird mit siedendem Wasser (ca. 150 bis
200 ml) übergossen und nach etwa 10 bis 15 Minuten durch ein Teesieb gegeben.
Die Anwendung erfolgt meist innerlich als
Tee. Das ätherische Öl wird äußerlich und zur Inhalation eingesetzt. |
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In der Tierheilkunde
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In der Veterinärmedizin als Salbe bzw. Bestandteil von Salben und
Öölen zur Abwehr von Fliegen und Mücken sowie zur Juckreizlinderung.
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In der Veterinärmedizin zur Linderung von Bronchopneumonie (morphologische Verlaufsform der Lungenentzündung) und zur Fiebersenkung als flüssige Zubereitung bzw. als Aerosol.
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In der Veterinärmedizin zur
Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bei stumpfen Verletzungen, offenen Wunden,
Hauterkrankungen und Eutererkankungen.
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In der Veterinärmedizin
bei Panaritium (Entzündung durch eine Infektion mit Staphylokokken und Streptokokken, seltener durch eine Infektion mit anderen Bakterien) als Aerosol, Emulsion oder
Salbe.
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In der Veterinärmedizin/in der Tierhaltung zur Beseitigung von Fehlern im Stallklima - z.B. zur Neutralisation von Ammoniak, Schwefelwasserstoff und weiteren Schadgasen sowie Bindung „Fällung“
von Staubpartikeln - somit auch zur Hustenlinderung als Bestandteil flüssiger
Zubereitungen.
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In der Veterinärmedizin als äußerliche Anwendung (Emulsionen, Salben, Klauenbäder) - aufgrund antibakterieller, entzündungshemmender und pflegender Wirksamkeit
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In der Veterinärmedizin zur hautschonenden, hochwirksamen Desinfektion, zur
Keimabtötung und Entzündungshemmung bei Hauterkrankungen und offenen Wunden als Emulsionen und Salben.
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Zur unterstützenden Therapie bei Nierenerkrankungen oder zur Förderung der Entgiftung
kann ein Aufguss aus Löwenzahnkraut, Brennnesselblättern, Kamillenblüten,
Pfefferminzblättern und Hagebuttenkernen dem Futter beigemischt werden.
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Pfefferminzkraut
wird als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten
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Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba menthae
piperitae. Pfefferminze.
Mentha piperita. Labiátae. Ursprünglich in England heimisch, bei uns
kultivirt. Die Pfefferminze wird im Grossen in England, Nordamerika, aber auch in Deutschland, namentlich in Thüringen,
kultivirt. Die Waare kommt sowohl als Herb. menth. pip. aus den Zweigen mit den Blättern bestehend, sowie als Fol. menth. pip. in den Handel. Das Deutsche Arzneibuch schreibt diese Letztere vor. Sie soll vor der Blüthezeit gesammelt werden, jedoch nimmt man in den Kulturen mehrere Ernten im Jahre vor.
Blätter gestielt, eilanzettlich, scharf gesägt, an der abgerundeten Basis ganzrandig; nur auf der Unterseite an den Nerven schwach behaart, sonst kahl; die Seitennerven längs des ganzen Mittelnervs fiederartig abgehend. Geruch und Geschmack kräftig aromatisch, etwas bitterlich, hinterher kühlend.
Bestandtheile. Aeth. Oel 1–2 %, etwas Gerbstoff.
Anwendung. Innerlich als kräftiges magenstärkendes Mittel. Bei Kolik, Leibschmerzen etc.; äusserlich als Zusatz zu Umschlägen, Bädern etc.
Verwechselungen mit Mentha silvestris und M. viridis; bei beiden Blätter sitzend.
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage,
1885-1892; 11. Band: Seite 483 |
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Die Pfefferminze (Mentha piperita L.), mit einjährigen, krautartigen, 50–100 cm hohen Stengeln, gestielten, eilänglichen, spitzen,
gesägten, kahlen Blättern, endständigem, an der Basis unterbrochenem Blütenschwanz und bläulichlila gefärbten Blüten, wächst in England,
vielleicht auch in Süddeutschland, wird vielfach kultiviert, besonders bei Mitcham in Surrey, in Michigan und New York. Die Blätter riechen
stark eigentümlich, flüchtig balsamisch, schmecken angenehm gewürzhaft, anfangs erwärmend, dann auffallend kühlend; sie enthalten als
wesentlichen Bestandteil ätherisches Pfefferminzöl (s. d.), sind offizinell und werden besonders als Theeaufguß bei Kardialgie und Kolik,
äußerlich zu aromatischen Kräutern, Umschlägen und Bädern benutzt. (Vgl. Roze, La Menthe poivrée, sa culture, ses produits etc., Par.
1868.)
Die Mentha-Arten, von denen viele bei uns wild vorkommen, zeigen sich in Behaarung, Blattform und Blütenstand, besonders im
kultivierten Zustand, höchst veränderlich, und bei einigen werden die Blätter in der Kultur blasig, runzelig, am Rand wellig. So entsteht
die Krauseminze, deren Geschmack minder angenehm, nicht kühlend ist.
Die offizinelle Krauseminze ist eine Varietät von Mentha piperita L.,
nach andern von Mentha aquatica L., sie treibt einjährige, krautige Stengel, hat kurzgestielte oder sitzende, rundlich eiförmige, spitze,
gesägte Blätter, auf den Blattnerven, am Stengel Gliederhaare und zu endständigen Köpfen vereinigte Blütenquirle mit violetten Blüten. Sie wird besonders in der Schweiz, in
Norddeutschland und Skandinavien kultiviert, wurde schon im 16. Jahrh. benutzt, ist aber seit Ende des vorigen Jahrhunderts durch die
Pfefferminze stark zurückgedrängt worden.
In Süddeutschland findet sich als Krauseminze mehr eine Varietät von Mentha sylvestris L., in den
mittel- und niederrheinischen Ländern, auch in England, eine Varietät von Mentha viridis L. Welche Art die Griechen unter Minthe, die Römer
unter Menta oder Mentha verstanden, läßt sich nicht ermitteln. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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