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Petersilie
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Familie: Doldenblütler
(Apiaceae)
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Parsley (engl.)
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Petroselinum
crispum
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Zweijährige
Pflanze
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Blüten
weiß bis gelblich-grün
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Frucht
eiförmig, kahl, seitlich zusammengedrückt
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Wurzel
rübenförmig, fleischig; Geschmack süßlich, wird ebenfalls als Gewürz und Gemüse
benutzt
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Stängel
verästeltem, stielrund, gestreift
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Blätter dreifach
gefiedert, glänzend, kahl, oberseits dunkelgrünen, unterseits hellgrün
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Standort:
gedeiht am besten in humosem Sandboden, und man säet sie im Herbst, April und Juni in
Reihen
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Inhaltsstoffe: Ätherisches
Öl (oleum petroselini)
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Eigenschaften: harntreibend
Die Wurzel diente als harntreibendes Mittel, das Kraut gegen Augenkrankheiten etc. Das aus den Früchten gewonnene ätherische Öl
(0,8–3,2 Proz.) oxydiert sich sehr leicht; außerdem enthalten die Samen
Apiol, ein farbloses, stark nach Petersilie riechendes, scharf schmeckendes, nicht flüchtiges, in Wasser nicht lösliches Öl, welches als Surrogat des Chinins, auch gegen Neuralgien und Menstruationsstörungen empfohlen wurde.
(Meyers 1888, Band 12, Seite 912) Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1989: Petersilienfrüchte - Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; Risiken vorhanden |
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In der Tierheilkunde
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Petersilie
wird in der traditionellen Tierheilkunde insbesondere an Kaninchen bei
Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Blähungen) verfüttert. Hingegen soll
Petersilie bei Landschildkröten starke Verdauungsbeschwerden, oftmals auch Durchfall
hervorrufen.
Für viele Tierarten kann Petersilie in einer Frühjahrs- und Entschlackungskur
als Tee oder Frischpflanze dem Futter beigeben werden. Eine Mischung aus Löwenzahn, Birke,
Brennnessel und Petersilie wird dafür empfohlen.
Traditionell werden Hündinnen Breiumschläge aus frischer Petersilie auf das
Gesäuge gelegt, um dem Tier das Säugen zu erleichtern. Ein milder Petersilientee kann auch unter das Futter gemischt werden.
Zur Förderung und Gesunderhaltung der Verdauung von Hunden, kann regelmäßig eine Mischung aus frischen
Petersilien-, Kresse-, Löwenzahn- und Brennnesselblättern dem Futter beigemischt werden.
Petersilie soll auch wirksam dem Befall durch Darmparasiten vorbeugen und
die Bekämpfung des Wurmbefalls unterstützen.
Bei Pferden und Eseln
mit Fieber wird in der traditionellen Tierheilkunde gehackte, frische Petersilie
unter das Futter gegeben. Bei Pferden und Eseln mit Erkrankungen der Nieren und
Harnwege kann eine Mischung aus gehackter Petersilie, Wegwarte und Brennnessel dem Futter
beigemischt werden. Auch bei rheumatischen Gelenkerkrankungen können regelmäßig Kräuter der Heu- und
Haferration untergemischt: Kresse, Brennnessel, Petersilie, Beinwell, Silberweiden- oder Wacholderrinde, Große
Klette und etwas Rosmarin.
Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Merck´s Warenlexikon, 1884, Seite 21.416 |
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Petersilie (franz. persil; engl. parsley). Von dieser in allen Küchengärten vorkommenden, in Südeuropa einheimischen zweijährigen Doldenpflanze (Petroselinum sativum) sind die Samen und die rübenartige Wurzel im getrockneten Zustande Arzneiwaren. Beide enthalten, und zwar die Samen am reichlichsten (1 Prozent) ein eigentümliches, stark würzhaft riechendes und brennend schmeckendes ätherisches Öl, das gelblich, etwas dickflüssig ist und mit der Zeit dunkler und dicker wird. Dieses Öl (oleum petroselini) wird aus den frisch getrockneten Samen mit Wasser destilliert; nebenbei erhält man Petersilienwasser, welches in Apotheken benutzt wird.
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Rádices petrosélini oder ápii horténsis.
Petersilienwurzeln.
Petrosélinum satívum. Umbelliférae.
Südeuropa, bei uns kultivirt.
Die Wurzel ist rübenförmig, kommt gespalten in 5–10 cm langen und einige Millimeter dicken Stücken in den Handel. Aussen gelblich, mit Quer- und
Längsrunzeln, innen gelblich, schwammig. Geruch schwach nach Petersilie; Geschmack süsslich, schleimig.
Bestandtheile. Spuren von ätherischem Oel, Zucker, Schleim.
Anwendung. Als harntreibendes Mittel, ziemlich obsolet. |
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Fructus (Semen) petroséllini.
Petersilienfrüchte.
Petrosélinum sativum. Umbelliférae.
Kultivirt. Spaltfrüchte, etwa stecknadelknopfgross, halb eiförmig, graugrün. Geruch beim Zerreiben stark aromatisch, Geschmack gleichfalls und bitter.
Bestandtheile. Aeth. Oel; Apiol.
Anwendung. Hier und da in der Volksmedizin als harntreibendes Mittel.
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Kochschule und Ratgeber für
Familie & Haus, 1903; Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, Seite 5/6; 13. Juni 1903 |
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Petersiliensuppe: Man röstet gewiegte
Petersilie mit Brotwürfel in Fett schön gelb, dann nimmt man das Gelbe von einem
Ei, Pfeffer und Salz, klopft es untereinander, gibt siedendes Wasser daran, gießt alles an die Brotwürfel,
läßt einige Wall darüber gehen und richtet an.
Wenn Sie sich nachts vor dem
Schlafengehen mit Wasser waschen, in welchem tagsüber Petersilienkraut gelegen hat, dann werden Sie von den
Mücken gewiß nicht belästigt werden. Zudem gilt das Petersilien Wasser als
ein gutes Teintmittel. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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