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Myrrhe
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Familie:
Burseragewächse
(Burseraceae)
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Myrrh
(engl.)
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Lt:
Commiphora spec
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Kleine Pflanzenkunde
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Ein Strauch oder kleiner Baum von etwa 3 m Höhe, der unserem Schwarzdorn im Wuchse ähnlich ist. Der Stamm ist ziemlich dick und trägt zahlreiche knorrige und sparrige Äste mit spitzen Dornen. Die Blätter stehen zerstreut oder büschelig. Sie sind meist dreizählig, aber auch einfach, kurz gestielt, eiförmig-länglich oder verkehrt-lanzettlich, ganzrandig, nur an den Spitzen gezähnt. Das mittlere der drei Blättchen ist viermal länger als die seitlichen. Die Frucht ist etwa 7 mm lang, eiförmig, zugespitzt, glatt und braun. Der Strauch ist an der Westküste Arabiens beheimatet, ebenso im Somalilande und bevorzugt Höhenlagen von 500-1500 m.
(Madaus 1938)
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Myrrhe, bestehend aus dem aus der Rinde von Commiphora molmol
ausgetretenen und an der Luft getrockneten Gummiharz sowie dessen Zubereitungen in wirksamer
Dosierung. Myrrhe kann auch von anderen Commiphora-Arten stammen, soweit die Droge in ihrer chemischen Zusammensetzung vergleichbar ist.
(Kom-E 1987)
Inhaltsstoffe: Nach Wehmer besteht Myrrha zu 40-60% aus Gummi, zu 27-50% aus Harz, ferner enthält sie Bitterstoffe und 2,5-10% äther. Öl. Das Harz ist nach älteren Angaben das Gemenge eines indifferenten Weichharzes, des Myrrhins und zweier Harzsäuren.
(Madaus 1938)
Eigenschaften: adstringierend,
entzündungshemmend
Anwendung: Leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut |
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In alten
Büchern gestöbert
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Dr. Med. Gerhard Madaus, Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938
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Myrrhe und Weihrauch haben schon im frühesten Altertum in dem Religionskultus verschiedener Völker als vornehme Spezerei und Räucherwerk Verwendung gefunden und werden daher fast immer zusammen erwähnt. Beide Harze wurden bei Rauchopfern, Balsamierungen und Salbungen benützt und werden häufig in den Sanskritschriften, in der Bibel (z.B. Hohelied 5,5: meine Hände träufelten von Myrrhe und meine Finger bedeckten feinste Myrrhe ...), im Koran und in vielen Werken griechischer, römischer und arabischer Schriftsteller genannt. In den altägyptischen Tempelrezepten wird die Myrrhe unter dem Namen ânti ðu aufgeführt. Aber auch ihre heilenden Kräfte fanden frühzeitig Verwertung. Mit Myrrhe heilten die Krieger des Xerxes die Wunden des Pythius, die er in einem Seetreffen erhielt.
Auch im Mittelalter hatte die Droge auf dem Gebiete der Arzneikunde, der Kosmetik und Parfümerie erhebliche Bedeutung. Wir finden sie schon in dem berühmten englischen Rezeptbuch des 13. Jahrhunderts "Physicians of Myddfai". Im 16. Jahrhundert war das destillierte Myrrhenöl Valerius Cordus und Conrad Gesner wohlbekannt und wurde 1589 ins Dispensatorium Noricum aufgenommen.
Myrrha ist eins der ältesten Heilmittel, das schon bei Hippokrates sehr oft als Adstringens, Exsikkans usw. Verwendung fand. Auch die hl. Hildegard kannte es, und Paracelsus machte häufig Gebrauch davon.
Matthiolus erweitert die Reihe der Indikationen noch, indem er Myrrha gegen Wassersucht, Würmer, Febris quartana, als Wundheilmittel, Emmenagogum und Antiseptikum und als wichtiges Mittel der Kosmetik, gegen Pusteln, Runzeln und Haarausfall rühmt. Im Arzneischatz Hufelands spielte sie ebenfalls eine große Rolle als Antiseptikum, Adstringens und Tonikum.
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Quellen |
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