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Mönchspfeffer
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auch: Abrahamstrauch,
Keuschbaum, Keuschlamm, Müllen
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Familie:
Vebenaceae
(Eisenkrautgewächse)
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Chaste tree, Hemp tree, Monks
pepper tree, Wild lavender (engl.)
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Lt:
Vitex agnus castus
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Zwei
bis vier Meter hoher Strauch mit hellbraunen, vierkantigen, graufilzigen,
jungen Zweigen
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Laubblätter
kreuzweiss gegenständig angeordnet, fünf- bis siebenfach
handförmig geteilt
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Kleine
Blüten, violett, blau, rosa oder weiß, in
dichten, endständigen Blütenständen.
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Steinfrucht
außen fleischig, pfefferkorngroß, dunkelbraun bis rötlichschwarz
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Geruch und
Geschmack pfefferartig
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Blütezeit:
Juni bis September / Sammelzeit: Oktober
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Historisches:
Bereits von Hippokrates wird Agnus castus als
Mittel gegen Verletzungen, Entzündungen und Milzschwellung erwähnt (Madaus 1938).
In den mittelalterlichen Klöstern hatte der
Mönchspfeffer eine besondere Bedeutung. Er sollte Nonnen und Mönchen helfen, das
"Keuschheitsgelübde" einzuhalten und "unkeusche Gelüste zu bekämpfen. Die kleinen
nach Pfeffer riechenden Früchte wurden daher in den Klosterküchen als Gewürz verwendet.
(Saller 1995)
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Anbaugebiete: Nordafrika; Beheimatet im gesamten Mittelmeergebiet bis
Westasien; im Küstengebiet und an Flussläufen einen dichten Bestand bildend.
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile:
Mönchspfefferfrüchte (Agni casti fructus)
Inhaltsstoffe:
Iriodosidgycoside Agnusid, Aucubin, und das Flavonoid Casticin, ätherisches Öl
Eigenschaften:
regulierend bei Zyklusstörungen
Anwendung:
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Innerlich als Fertigarzneimittel (Tabletten,
Tinktur) bei Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe,
Regeltempoanomalien, PMS), Völlegefühl,
Spannungsgefühl in der Brust
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In der Antike wurden Zubereitungen aus
den Früchten von Vitex agnus-castus als Mittel zur Herabsetzung des Geschlechtstriebes, zur Förderung des
Eintritts der Regelblutung, zur Förderung des Milchflusses, als Mittel gegen Blähungen, als Appetitzügler, zur Förderung
des Schlafes, bei Störungen der männlichen Geschlechtsfunktionen und bei
Störungen der weiblichen Geschlechtsfunktionen verwendet.
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In der Tierheilkunde
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Die Naturheilkunde eignet sich
insbesondere zur unterstützenden Therapie, um Schmerzen zu lindern oder den Gesamtzustand eines Tieres zu
verbessern. Keuschlammsamen werden als Zusatzfuttermittel für Pferde
angeboten. Hinweis: Tiere können ähnlich wie Menschen allergisch auf Futtermittelbestandteile reagieren.
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In alten
Büchern gestöbert
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Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Blatt 16.234
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Vitex
L. (Mönchspfeffer, Müllen, Gewürzmüllen), Gattung aus der Familie der Verbenaceen, Bäume und
Sträucher mit grauer Behaarung an den jungen Teilen, gefingerten, sehr selten einfachen Blättern, in
blattwinkelständigen Scheindolden oder scheinbar endständigen Rispen stehenden Blüten und aus einem
einzigen vierfächerigen Stein bestehender Steinfrucht. Vitex agnus castus L. (Keuschbaum,
Schafmüllen, Keuschlamm, Abrahamsbaum), ein 2-3 m hoher, buschiger Strauch mit lang gestielten,
gefingerten, durch seine Behaarung graugrünen Blättern und hellvioletten Blütenrispen, wächst in
Südeuropa und im Orient am Meeresstrand und in feuchten Niederungen, besitzt in allen Teilen einen
stark gewürzhaften Geruch, und die Samen schmecken bitterlich, pfefferartig scharf.
Sie wurden seit alter Zeit statt des Pfeffers, wie noch jetzt in den Klöstern des Orients, benutzt.
Sie sollen, wie alle Teile des Baums, den Geschlechtstrieb mäßigen. Die atheniensischen Frauen legten
während des Festes der Thesmophorien Zweige dieses Strauchs in ihre Betten und bestreuten mit den
Blättern ihre Sitze. Die Vestalinnen trugen Zweige des Keuschbaums in den Händen, und Hera
soll unter einem solchen Strauch geboren sein. Die biegsamen Zweige wurden bei Römern und Griechen zu
Kränzen benutzt und dienen noch jetzt in Griechenland zu allerlei Flechtwerk, Körben etc., wie
bei uns die Weiden.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik
und Beschreibung (engl.)
E-Monographie
Quellen |
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