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Löwenzahn
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auch:
Butterblume, Kettenblume, Kuhblume, Maiblume,
Pfaffendistel, Pferdeblume, Pusteblume, Wiesenlattich
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Familie:
Korbblütler
(Asteraceae)
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Dandelion (engl.)
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Lt:
Taraxacum
officinale
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Kleine Pflanzenkunde
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Löwenzahn ist eine ausdauernde
Pflanze und wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Er gedeiht auf Wiesen, Weiden, Schuttplätzen, Äckern
und - so manch eifrigem Gärtner zum Trotz - auch auf dem gepflegten
Zierrasen. Der Wurzelstock ähnelt einer Pfahlwurzel und ist sehr dick und
fleischig. Die Blätter stehen in einer grundständigen Rosette und sind
tief gesägt beziehungsweise gezahnt - machen so dem Namen
"Löwenzahn" alle Ehre. Die Pflanze bildet große, leuchtend gelbe
Blütenköpfe auf einzelnen, hohlen, kahlen Stielen. Die Stiele enthalten
einen Milchsaft - auch aus den Blätter tritt bei Beschädigung ein
bitterer Milchsaft aus. Die braunen Früchte sind winzig und unscheinbar
und werden durch Wind und Berührung verbreitet, was der Pflanze auch den
berühmten Beinamen "Pusteblume" einbrachte. |
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Blütenzeit: März bis Juni, Sammelzeit:
April bis August |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Ausschwemmung, Blutreinigung, Entgiftung, Entschlackung, Galle, Gelenke, Hautirritationen, Pflege der Haut, Leber, Nieren, Vitalisierung, Steigerung der Leistungsfähigkeit, Anregung des Stoffwechsels, Förderung der Wasserausscheidung
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Anwendung bei:
Chronischen Gelenkerkrankungen, Chronische Hautleiden, Chronisches Rheuma, Leber- und
Gallenleiden, Nierensteine, Wassersucht, Störungen des Gallenflusses, Gallensteine,
Völlegefühl, Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Blasenentzündung,
Lebererkrankungen, Hämorrhoiden, Ekzeme, Hautkrankheiten
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Eigenschaften: appetitanregend, gallensekretionsfördernd
(choleretisch), verdauungsfördernd, harntreibend
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Wirksame Teile: Löwenzahnkraut
(Taraxaci herba), Löwenzahnwurzel (Taraxaci radix), auch
Löwenzahnblüten
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Flavonoide |
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Rezepturen
& Produkte
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Neben seinen medizinischen
Eigenschaften, hat der Löwenzahn auch kulinarische Vorzüge: Aus den jungen Blättern lässt sich ein
vorzüglicher Salat machen - die jungen, geschlossenen Blüten sollen
gebraten sehr gut schmecken. Die Wurzel wurde früher geröstet als Kaffee-Ersatz
verwendet.
Teebereitung
(Löwenzahnwurzel mit Kraut): Zwei bis drei Teelöffel voll Löwenzahn werden mit
Wasser (ca. 150 bis 200 ml) kurz aufgekocht und nach etwa 15 Minuten durch ein Teesieb gegeben.
Morgens und abends sollte bei Beschwerden eine Tasse frisch bereiteter Teeaufguss warm
getrunken werden. Dieser Aufguss kann auch für Waschungen und Umschläge
verwendet werden.
Mit
Löwenzahnwurzel lässt sich eine Tinktur herstellen - davon
sollten dreimal täglich etwa zehn bis zwölf Tropfen (verdünnt)
eingenommen werden. |
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In
der Tierheilkunde
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Löwenzahn
ist eine Pflanze, die die Gesunderhaltung vieler Tiere fördert, dank
ihrer stoffwechselanregenden Eigenschaften. Die Pflanze wirkt verdauungsfördernd, hilft gegen Verstopfung, unterstützt die Entgiftung der Leber und gleicht Vitamin-C-Mangel aus.
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Löwenzahn gilt als ausgezeichnetes Kaninchenfutter und als gutes
Zusatzfuttermittel bei der Aufzucht von jungem Geflügel.
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Die frische Pflanze und auch die Wurzeln können Pferden, Schweinen und Hühnern als Futterzusatz verabreicht werden. Hunden und Katzen kann ein Absud/Teeaufguss unter das Futter gemischt
werden.
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Löwenzahn wird zur Linderung und Vermeidung der Folgeerscheinungen einer
Vergiftung als Begleittherapie vom Institut für Veterinärpharmakologie und
-toxikologie empfohlen: Täglich 1 TL bis 1 EL der folgenden Kräutermischung unter
das Futter geben: Ackerschachtelhalm, Artischocke, Birkenblätter, Brennnessel, Fenchel, Gänseblümchen,
Holunderblüten, Klee, Lindenblüten, Löwenzahn, Schafgarbe und Spitzwegerich.
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Pferden und Eseln mit Verdauungsbeschwerden und Kolik
wird eine Mischung aus Fenchel und Löwenzahn zugefüttert.
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Löwenzahn eignet sich auch als Frühjahrs- und Entschlackungskur für Tiere - als Tee oder Frischpflanze dem Futter in kleinen Mengen
beigeben als Mischung mit Birke, Brennnessel und Petersilie.
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Traditionell wird bei Leberproblemen und
Gelbsucht der Hunde ein milder Aufguss aus Knoblauch, Löwenzahn, Hopfen und
Brennnessel dem Futter beigemischt, um Heilung und Linderung zu verschaffen.
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Zur Förderung und
Gesunderhaltung der Verdauung von Hunden, kann regelmäßig eine Mischung aus frischen
Petersilien-, Kresse-, Löwenzahn- und Brennnesselblättern dem Futter
beigemischt werden.
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Allgemeine Empfehlung
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In
alten Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Rádices taráxaci.
Löwenzahnwurzeln.
Taráxacum officinále oder Leóntodon taráxacum. Compósitae.
Europa, überall gemein.
Die Wurzel ist meist mit kurzem Wurzelkopf versehen, walzenförmig, längsrunzelig, schwärzlich. Auf dem Querschnitt holzig, lebhaft gelb, mit dunkleren
konzentrischen Ringen. Geschmack bitter, salzig.
Bestandtheile. Der Milchsaft mit seinen bitteren (Taraxacin) und salzigen Stoffen verliert sich im Herbst und macht einem grossen Zuckergehalt Platz,
daher im Frühjahr zu sammeln. Ziemlich obsolet. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage,
1885-1892; 15. Band: Seite 520 |
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Taraxacum Haller, Gattung aus der Familie der Kompositen, sehr kurzstengelige Kräuter mit grundständiger Rosette ungeteilter, gezahnter,
buchtiger oder schrotsägeförmiger Blätter, blattlosen, einköpfigen Blütenschäften und länglichen Achänen mit einfachen, ungleich langen
Pappushaaren. Auf der ganzen nördlichen Erdhälfte verbreitet.
Taraxacum vulgare Schrk. (Leontodon Taraxacum L., gemeiner Löwenzahn, Butterblume, Pfaffenröhrlein), sehr gemein an Wegen, auf Wiesen
etc., ausdauernd, stark milchend, mit walzig spindelförmiger Wurzel, kahlen, lanzettlichen, buchtig fiederspaltigen Blättern und hohlem,
kahlem Blütenschaft und gelben Blüten, wächst gemein auf der nördlichen Erdhälfte, die Wurzel mit dem Kraut ist offizinell und wird gegen
Stockungen im Unterleib als mild lösendes Mittel angewandt. Das Kraut gibt gutes Futter für Ziegen und Rindvieh; die jungen Blätter
benutzt man auch als Salat. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Kräuterbuch anno 1625
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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