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Lungenkraut
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auch:
Arzneilungenkraut,
Blaue Schlüsselblume, Brunneschüsseli, Echtes Lungenkraut, Fleckenkraut,
Frauenmilchkraut, Fuchslungenkraut, Güggelhose, Hirschmangold, Königsstiefel,
Lungenwurz, Waldochsenzunge
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Familie:
Rauhblattgewächse
(Boraginaceae)
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Lungwort (engl.)
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Lt:
Pulmonaria
officinalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Echtes
Lungenkraut ist eine ausdauernde (mehrjährige), krautige Pflanze mit kriechendem Rhizom.
Es wächst in lichten Laubwäldern und Gebüschen oder an Waldrändern. Die
unteren Blätter bilden eine Rosette und sind gestielt - die oberen
Blätter sitzen meist am Stängel oder sind undeutlich gestielt. Auf den
Blättern sind helle, weißliche Flecken sichtbar. Das Lungenkraut blüht
anfangs rot, dann rotviolett bis blau. Die trichterförmige Blütenkrone
erinnert stark an die Blüten der Schlüsselblume. Der Gattungsname Pulmonaria leitet sich
vom lateinischen pulmonarius (= lungenkrank) ab. Der deutsche Name Lungenkraut bezieht sich
auf die Verwendung als Heilpflanze bei Lungenkrankheiten. Bereits im 16.
Jahrhundert wurde die Pflanze bei Erkrankungen der Lunge eingesetzt.
Blütezeit/Sammelzeit:
Mai
und Juni
In der Roten Liste der Pflanzenarten - nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art(en) [Stand 2007]:
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Pulmonaria angustifolia
(Schmalblättriges Lungenkraut)
-
Pulmonaria mollis
(Weiches Lungenkraut)
-
Pulmonaria montana
(Berg-Lungenkraut)
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Lunge, Bronchien, Atmung
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Wirksame
Teile: Kraut
(Pulmonariae herba) |
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Eigenschaften:
zusammenziehend (adstringierend),
blutstillend, harntreibend, schleimlösend, schweißtreibend |
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Anwendung
bei: Husten,
Bronchitis, Katarrh der oberen Luftwege, Erkältung,
Heiserkeit, Halsentzündung, Durchfall, Hämorrhoiden, Blasenentzündung,
Nierenbeckenentzündung, Augenentzündung, Wunden |
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Inhaltsstoffe: Schleimstoffe,
Fructane, Flavonoide, Allantoin, Mineralstoffe (Kieselsäure), Gerbstoffe,
Ascorbinsäure (Vitamin C), Saponine, Rosmarinsäure |
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Verwendung: Lungenkraut
ist in zahlreichen Husten- und Bronchialteemischungen enthalten. Wird auch
für Umschläge, Waschungen und Bäder bei Augenentzündungen
oder Wunden der Haut eingesetzt.
Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger:
Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; keine Risiken; sog. Nullmonographie |
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In der
Tierheilkunde
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Lungenkraut
enthält wasserlösliche Schleimstoffe. Diese Schleimstoffe haben lokal erweichende, reizmildernde und einhüllende Wirkung auf die Schleimhäute von Mensch und Tier.
Bei Pferden, Eseln und Hunden hat sich eine Kräutermischung aus Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut gegen Atemwegserkrankungen bewährt. Die Pflanzen können frisch bzw. als Absud dem Futter beigemischt werden.
Allgemeine Empfehlung |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Hérba pulmonáriae.
Lungenkraut. Pulmonaria officinális. Boraginéae.
In feuchten Wäldern. Blätter ganzrandig, herzförmig, durch steife Borstenhaare rauh; geruchlos; Geschmack herb, schleimig. Hier und da in der Volksmedizin als hustenlösendes Mittel. |
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Meyers Konversations-Lexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage,
1885-1892; 13. Band: Seite 457 |
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Pulmonaria (Lungenkraut), Gattung aus der Familie der Asperifoliaceen, ausdauernde, rauh- oder weichhaarige Kräuter mit großen,
gestielten Grundblättern, wenigen u. kleinern Stengelblättern und blauen oder purpurnen Blüten in beblätterten, wickeligen Blütenständen
und schief eiförmigen, glänzenden Nüßchen, zwölf Arten in Europa und Asien. Pulmonaria
officinalis L., in den Wäldern Deutschlands, mit erst roten, dann blauen, auch weißen Blüten, ward früher bei Heiserkeit und leichten Hals- und
Brustentzündungen angewendet. |
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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