Labkraut

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Labkraut

auch: Klabergras, Klebgras, Klettenlabkraut, Klimme, Haftkraut, Wundkraut, Zaunkleber

Familie: Rötegewächse

  (Rubiaceae)

Goosegrass (engl.)

 

Lt: Galium aparine

Kleine Pflanzenkunde

Klettenlabkraut

 

 

Klettenlabkraut

Das Klettenlabkraut wächst besonders an Stellen mit guter Stickstoff- und Phosphat-Verfügbarkeit. Es ist außerdem ein  Lehmzeiger, der in Auwäldern, Äckern, Weingärten, in Hecken und Gärten wächst. Das Klettenlabkraut ist eine einjährige, krautige Pflanze, die niederliegend oder klimmend aufsteigend wächst. Die Stängel sind 50 bis 150 Zentimeter lang und wenig verzweigt. An den Knoten sind sie behaart. Die Stängel besitzen an den Kanten Stachelborsten. Mit Hilfe dieser Borsten klimmt die Pflanze an anderen Pflanzen empor. Die Blätter stehen zu sechst bis neunt in Quirlen. An der Oberseite, Blattspitze und am Rand tragen die Blätter Borsten beziehungsweise Stacheln. Die Teilblütenstände stehen in den Achseln der Tragblätter und bestehen aus zwei bis fünf weißen Blüten, die eine Trugdolde bilden. Die Früchte sind dicht mit borstigen Haken besetzt und enthalten kugelige Samen.  Das Klettenlabkraut vermehrt sich ausschließlich über Samen.

Systematik nach FloraWeb (BfN):

  • Galium aparine L. - Gewöhnliches Kletten-Labkraut

  • Galium spurium L. - Kleinfrüchtiges Kletten-Labkraut

Blütezeit/Sammelzeit: Juni bis August

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Klettenlabkraut

Heilend, fördernd und kräftigend für: Bauchspeicheldrüse, Blase, Haut, Leber, Nieren, Förderung der Wasserausscheidung

Anwendung bei: Hautleiden, Flechten, Ekzeme, Hautunreinheiten, Zungenentzündung, Magenentzündung, Darmentzündung, Wasserstauungen, Blasenentzündung, Nierensteine, Nierengrieß, Blasensteine, Blasengrieß, Übergewicht, Hautirritationen, zur Pflege der Haut, Ohrenschmerzen

Wirksame Teile: Kraut im blühenden Zustand (frisch oder getrocknet)

Eigenschaften: entzündungshemmend, blutstillend, harntreibend

Inhaltstoffe: Glykosid, Saponine, Rubichlorsäure, Zitronensäure, Alizarinthypus, Asperulosid

Rezepturen  &  Produkte

Die äußere Anwendung erfolgt bestenfalls als Frischblattauflage oder als Absud für Waschungen und Umschläge. Für die innere Anwendung eignet sich ebenfalls ein Teeaufguss (Absud).

Teemischung für starke Nieren- und Blasenleiden: 1 gehäufter TL Goldrute, 1 gehäufter TL Labkraut, 1 gehäufter TL Taubnessel (weiße) mit einem halben Liter Wasser abbrühen und kurz ziehen lassen.

 

   

In der Tierheilkunde

Klettenlabkraut entfaltet auch bei vielen Tieren seine entzündungshemmenden, blutstillenden und harntreibenden Eigenschaften. Klebkraut wird als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten.

 

   

Weiterführende Informationen

Kräuterbuch anno 1625

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

[ Labkraut ] Lakritze ] Lampionblume ] Langtraubiges Christophskraut ] Lanzett-Kratzdistel ] Latschenkiefer ] Lavendel ] Laxierkraut ] Leberklette ] Leimmistel ] Lein ] Liebstöckel ] Linde ] Löffelkraut ] Lorbeerrose ] Löwenfußmantel ] Löwenschwanz ] Löwenzahn ] Lungenkraut ] Lungenkresse ] Lungenmoos ]

 

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