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Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Brombeeren und
meist können nur die geschulten Augen eines Botanikers einzelne Arten
unterscheiden. Für den Einsatz in der Naturheilkunde sind diese kleinen
botanischen Unterschiede jedoch unerheblich. Die Brombeere ist ein
ausdauernder Strauch, der sowohl in Europa, als auch in Vorderasien und Nordafrika
gedeiht. Der Brombeerstrauch erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern.
Die Stängel sind bestachelt, rund oder auch kantig, stehen aufrecht,
manchmal auch bogig herabhängend oder gar kriechend. Die Blätter sind
drei- bis fünfzählig gefingert mit grobgezähnten Fiederblättchen. Die
Blattunterseite ist bei einigen Arten weiß behaart. Der Brombeerstrauch
blüht weiß bis rosafarben in rispigen Blütenständen. Die
saftigen, schwarzen Früchte des Strauchs sind bei Vollreife ein
Hochgenuss. |
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Traditionell wird ein
Brombeerblätteraufguss als lauwarme Waschung angewendet, um Hauterkrankungen
bei Hunden zu lindern und zu heilen.
Eine Fasten- und Entschlackungskur bei übergewichtigen Tieren und für Tiere mit Haut- und Gelenkproblemen ist empfehlenswert. Eine Kräutermischung aus Brennnessel, Himbeer- und Brombeerblättern, Linden- und Holunderblüten, Hagebutten und Fenchelfrüchten kann dafür als Aufguss dem Futter beigemischt werden.
In
der Naturheilkunde wird Pferden und Eseln als natürliche Prophylaxe gegen Darmparasiten eine Mischung aus Schwarzem Senf, Quecke, Brombeere und Holunder in regelmäßigen Abständen zum Futter gemischt. Auch Wurmfarn und Knoblauch werden in passender Dosierung beigemischt. Hinweis:
Wurmfarn sollte mit Bedacht und Vorsicht eingesetzt werden, denn bei Überdosierung der Droge können Vergiftungserscheinungen auftreten.
Allgemeine Empfehlung |
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Rubus
L. (Brombeer- und Himbeerstrauch), Gattung aus der Familie der Rosaceen, meist rebenartige und stachlige Sträucher, selten kriechende Kräuter mit abwechselnden, einfachen oder gelappten, meist drei- bis fünfzählig oder unpaarig gefiederten Blättern, weißen oder rötlichen, meist in end- und achselständigen Rispen oder Doldentrauben angeordneten Blüten und einsamigen Steinfrüchten, die unter sich mehr oder minder verwachsen sind. Zahlreiche, über die ganze Erde zerstreute Arten.
Die Gruppe der Brombeersträucher, mit mehrjährigem Stengel, fuß- oder fingerförmigen, dreizähligen, selten ganzen Blättern und schwarzen Früchten, umfaßt viele Arten, welche wegen ihrer Wandelbarkeit der Systematik große Schwierigkeiten darbieten. Einige, wie der Brombeerstrauch unsrer Äcker (Rubus caesius L., gemeine Kratzbeere), treiben kurze Blütenzweige an rutenförmigen, kriechenden Stengeln, welche hier und da wurzeln und neue kriechende Stengel entwickeln; die größere Anzahl treibt dagegen aufrechte Stengel, welche an Stützen emporwachsen oder am obern Teil sich umbiegen und am untern Teil schlanke Zweige entwickeln, die auf der Erde weithin laufen, wurzeln und so eine neue Pflanze bilden. Zu diesen letzten Arten gehört Rubus fruticosus Hayne, in Europa und dem Orient, welcher wegen der wohlschmeckenden Früchte häufig in Gärten gezogen wird.
Auch andre Arten, wie Rubus arcuarius L., Rubus laciniatus Willd., Rubus occidentalis L., werden der Früchte halber kultiviert, und am wertvollsten sind die in Amerika
gezüchteten großfrüchtigen Sorten. Brombeeren, welche als Obst benutzt, auch eingemacht und auf Sirup verarbeitet werden, enthalten 4,44 Zucker, 1,19 Äpfelsäure, 1,44 Pektin, 5,59 Faser, 86,41 Wasser. |