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Marsdenia ist an den Westhängen der Kordilleren von Ecuador , Peru und Kolumbien heimisch.
(Wichtl 2002)
Diese Liane, mit einen bis zu 10 cm im Durchmesser fassenden
Stamm, hat samtartig behaarte Triebe und breit eiförmige Blätter. In traubigen Rispen stehen die Blüten mit glockenförmiger Blumenkrone.
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Wirksame Teile: Condurango
cortex (Condurangorinde)
Inhaltsstoffe: Condurangoglykoside,
phenolische Verbindungen, Flavonolglykoside
Eigenschaften: Steigerung
der Magensekretion, erhöht die Empfindlichkeit der glatten Muskulatur (Madaus 1938)
Anwendung:
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In
der Phytomedizin: Appetitlosigkeit
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In
der Homöopathie: Risse und Geschwüre an den Lippen und am After, Entzündung und
Verengung der Speiseröhre
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Die Condurangorinde, die in ihrer Heimat schon lange gegen Karzinom und Schlangenbiß verwendet wird, wurde um 1870 in die europäische
Medizin eingeführt.
Unter den Eingeborenen Ecuadors galt Condurango, äußerlich angewandt, bereits seit langer Zeit als spezifisches Krebsheilmittel.
In Deutschland war es zuerst Friedreich, der bei einem Patienten mit Magenkrebs nach etwa vierwöchentlicher Verabreichung der Arznei
eine vollständige Heilung beobachtet haben wollte. Zahlreiche Nachprüfungen des Mittels bei Ca. ergaben zum Teil negative, zum Teil angeblich positive Resultate. In neuerer Zeit wird die Ansicht vertreten, daß es sich bei dem Fall Friedreichs, der alle die Nachprüfungen
veranlaßte, nicht um Magenkarzinom, sondern
um ein chronisches Magengeschwür gehandelt hätte. Die meisten Autoren bezeichnen Condurango als ausgezeichnetes Stomachikum,
bestreiten aber jegliche spezifische Heilkraft bei Ca. Diese Ansicht vertritt u.a. auch Ewald. Ebenso wird im Brit. Pharm. Codex die Wirkung bei Ca. verneint, dagegen wird das Mittel bei Dyspepsie gelobt.
Kobert fand jedoch, daß kleine Dosen von Condurango beim Magenkrebs und anderen schweren Magenleiden brechwidrig und stomachisch wirken. Condurango - Dekokte sind nach ihm wertlos, da sich das Condurangin beim Kochen in wäßriger Lösung abscheidet. Daher ist nach
Rost-Klemperer Condurango im Infusum frigide paratum oder im Mazerationsinfus zu geben.
Durch Vergiftung mit Condurangin wurden Speichelfluß, Erbrechen, Steifigkeit der Glieder, Krampfanfälle mit Gesichtsmuskelzuckungen
und Lähmung des Respirationszentrums hervorgerufen.
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