Klosterhysop

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Ysop

auch: Echter Ysop, Klosterhysop, Bienenkraut, Eisenkraut

Familie:

Lippenblütengewächse

(Lamiaceae)

Hyssop (engl.)

 

Lt: Hyssopus officinalis L.

Kleine Pflanzenkunde

 

 

Ysop

Ein 30–60 cm hoher Halbstrauch mit besenartig gedrängten Ästen, sehr kurz gestielten, schmal lanzettlichen bis linealischen, ganzrandigen, 2,5–3,5 cm langen Blättern mit eingesenkten Drüschen. Die sechs- bis vielblütigen Scheinquirle bilden lockere, einseitswendige Ähren. Die Blüten sind blauviolett, rosa oder weiß mit lang herausragenden Staubgefäßen.
Das Kraut riecht und schmeckt angenehm aromatisch, kaum bitterlich und liefert bei der Destillation 1 Proz. ätherisches Öl. Der Ysop findet sich in Südeuropa (bis in die Schweiz, Ungarn,  Istrien) und Südsibirien, auch in Kaschmir, Kaukasien und Südrussland, wurde schon vor dem 12. Jahrhundert, wie noch jetzt, in Küchengärten kultiviert, dient wohl auch zum Einfassen der Beete, ist in Süddeutschland hier und da verwildert und war früher als Magen- und Brustmittel offizinell. (Meyers 1888, Band 16, Seite 808)

Sammelzeit: kurz vor der Blüte (Juli/August)

   

Heilwirkung & Einsatzbereiche

Ysop

 

 

 

Ysop

Heilend, fördernd und kräftigend für: Verdauung, Nerven, Lymphsystem, Stoffwechsel

Anwendung bei: Magenleiden, Lungenleiden, Asthma, Husten, Schnupfen, Nebenhöhlenentzündung, Blähungen

In der Volksmedizi auch zur Wundheilung, bei Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen und Menstruationsbeschwerden 

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonglycoside, Hyssopin, Sitosterin

Wirksame Teile: Kraut

Eigenschaften: kräftigend,  appetitanregend, blutreinigend, herzstärkend, nervenstärkend, anregend, krampflösend

Rezepturen/Produkte: Das Kraut wird vor dem Aufblühen der Blumen getrocknet und als Heiltee, sowie äußerlich zu Umschlägen verwendet. Aber auch als Tinktur, ätherisches Öl, Ölauszug  oder  Sirup 

Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger 1992: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; keine Risiken; sog. Nullmonographie; Als Hilfsdroge bzw. Geschmackskorrigenz verwendbar

  

In alten Büchern gestöbert

Ysop 

Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Hérba hýssopi. Ysop.
Hýssopus officinális. Labiátae.
Südeuropa, bei uns kultivirt. Das blühende Kraut meist von kultivirten Pflanzen. Blätter linienlanzettförmig, ungestielt, punktirt, am Rande zurückgerollt. Geruch aromatisch; Geschmack gleichfalls, etwas bitter.
Bestandtheile. Aetherisches Oel; Spuren von Gerbsäure.
Anwendung. Als Küchengewürz; hier und da in der Volksmedizin.

 

Brockhaus' Konversationslexikon: F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14.  Auflage, 1894-1896, Blatt 66.901

Ysop (Hyssopus officinalis L.), Halbstrauch aus der Familie der Labiaten , im südl. Europa, die einzige Art dieser Gattung, teils als Zierpflanze, teils als Gewürzkraut häufig in Deutschland kultiviert und verwildert hin und wieder auf Schutt alter Burgen. Er bildet vielstenglige, fußhohe oder höhere Büsche, deren Stängel mit zahlreichen lineal-lanzettförmigen, drüsig-punktierten, sehr aromatischen Blättern besetzt sind und in aus einseitswendigen Scheinquirlen zusammengesetzte Trauben dunkelblauer (selten weißer) Blüten auslaufen. Der Ysop ist reich an ätherischem Öl, riecht und schmeckt aromatisch. Er erträgt den deutschen Winter gut, gedeiht ohne besondere Pflege auf kräftigem Gartenboden und lässt sich durch Zerteilung der Stöcke im Spätsommer leicht vermehren. Das Kraut war als Herba Hyssopi offizinell und wurde gegen Magenleiden angewendet, es ist auch jetzt noch als Hausmittel in Gebrauch, weshalb die Pflanze besonders auf dem Lande häufig kultiviert wird.

 

   

Merck´s Warenlexikon, 1884, Seite 21.629   

Ysopkraut.Der Ysop (Hyssopus officinalis) ist ein halbstrauchartiges, zu den Lippenblütlern (Labiaten) gehöriges Gewächs mit 6–9 dm hohen viereckigen Stengeln, ansitzenden gegenständigen, lanzettlichen Blättern und tiefblauen, seltner roten oder weißen Blüten in langen einseitswendigen Ähren. Das Kraut hat einen gewürzhaften, kampferähnlichen Geruch und schmeckt scharf und bitter. Die Pflanze wächst auf trocknen Hügeln im südlichen Europa, in Österreich, kommt zuweilen auch weiter nördlich als verwildert auf Dorfmauern und ähnlichen Standorten vor und wird mitunter in Gärten gehalten. Das Kraut wird vor dem Aufblühen der Blumen getrocknet und als Heilthee, sowie äußerlich zu Umschlägen verwendet, doch ist sein Gebrauch nicht mehr häufig. 

  

   

Weiterführende Informationen

Volksheilkunde - Kräuterbuch anno 1625

Charakteristik und Beschreibung (engl.)

Quellen

 

Kahles Hain-Greiskraut ] Kalifornischer Mohn ] Kalmus ] Kamille ] Kampfer ] Kanntenkraut ] Kappenblume ] Kapuzinerkresse ] Karbensamen ] Kardobenedikt ] Käsepappel, große ] Kassie ] Kastanie ] Katzenblutkraut ] Katzenkraut ] Katzenschwanz ] Katzenwurzel ] Kava-Kava ] Kegelblume ] Kerbel ] Kestenbaum ] Keuschlamm ] Khartum-Senna ] Kiefer ] Klatschmohn ] Klebkraut ] Kleine Küchenschelle ] Kleine Schöllwurtz ] Kleiner Odermennig ] Kleiner Speik ] Kleiner Storchenschnabel ] Klette ] Klettenlabkraut ] [ Klosterhysop ] Knieholz ] Knoblauch ] Knopfrose ] Knotenbraunwurz ] Kondurangostrauch ] Korallenkirsche ] Königskerze ] Königskraut ] Königssalbei ] Königsstiefel ] Koriander ] Kornblume ] Kraftrose ] Kraftwurzel ] Kranawittstrauch ] Kranichshals ] Kranzenkraut ] Kratzbeere ] Kratzdistel ] Kren ] Kreuzkümmel ] Kugelartischocke ] Kuhblume ] Kuhschelle ] Küchenschelle ] Kumin ] Kümmel ] Kümmerlingskraut ] Kürbis ] Kurkuma ]

 

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