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Ein einjähriges Gewächs mit 30–60 cm hohem, ästigem,
nur an den Knoten fein behaartem, zart gerilltem Stängel, dreifach gefiederten, unten sparsam
behaarten Blättern und meist drei- bis sechsstrahliger Dolde, ist in Südeuropa heimisch, bei uns verwildert und wird in Gärten, namentlich in einer krausblätterigen Varietät, kultiviert.
Man säet durch das ganze Jahr, etwa alle 6–8 Wochen in 20 cm entfernte Reihen 2 cm tief. Boden und Lage sind gleichgültig, frischer Dünger geliebt. Das Kraut riecht und
schmeckt angenehm gewürzhaft und dient als Küchengewürz. Die Samen enthalten ätherisches Öl.
Anthriscus vulgaris Peers. (gemeiner Kerbel) ist der vorigen Art ähnlich, riecht und schmeckt aber weniger angenehm.
(Meyers 1888, Band 9: Seite 688)
Systematik nach
FloraWeb (BfN):
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Anthriscus cerefolium var. cerefolium: Kulturform, die Frucht ist mit sehr feinen Papillen besetzt, ansonsten ist sie glatt, kahl und glänzend.
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Anthriscus cerefolium var. trichocarpa: Wildform, die Frucht ist mit kurzen, steifen und aufwärts gekrümmten Borsten besetzt.
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Die Naturheilkunde eignet sich
insbesondere zur unterstützenden Therapie, um Schmerzen zu lindern oder den Gesamtzustand eines Tieres zu
verbessern. Ein Großteil der Pflanzen, die in der Humanmedizin gebraucht werden, sind
auch geeignet zur Behandlung von Tieren. Kerbel wird von allen Tieren recht gut vertragen und kann Vitaminmangel
ausgleichen, regt den Stoffwechsel an und wirkt blutreinigend. |