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Beifuß
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auch:
Mugwurz,
Buckell, Jungfernkraut, Gänsekraut, Wilder Wermut, Sonnwendgürtel
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Familie:
Korbblütler
(Asteraceae)
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Mugwort (engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Beifuß wächst an Wegrändern und Geröllplätzen.
Er wird bis zu zwei Meter hoch und hat einen recht harten Stängel mit vielen
Seitenausläufern.
Die Blätter haben eine dunkelgrüne Farbe, die Blüten sind in grau-gelb
recht unscheinbar.
Artemisia vulgaris L. (gemeiner Beifuß, Mutterkraut), krautartig, 90–120 cm hoch, hat einen aufrechten, rispigen, oft braunroten Stengel und eiförmige oder längliche, fast sitzende, schmutzig gelbe bis braunrötliche, filzige Blütenköpfchen, ist gemein an Wegen und Hecken, ein Küchengewürz.
(Meyers 1885-1892)
Sammelzeit: Kraut:
Juli und September, Wurzel: im Spätherbst |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Bauchspeicheldrüse, Verdauungsorgane, Stärkung und Förderung der Verdauung
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Anwendung bei:
Migräne, Appetitlosigkeit,
Blähungen, Blasenentzündung, Chronische Eierstockentzündung,
Frauenheilkunde, Muskelkater, Gebärmutterkrämpfe, müde Beine,
Nervenanspannung, Neuralgien, Schlafstörungen, Wechseljahrsbeschwerden
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Wirkung:
beruhigend,
Galle treibend, verdauungsfördernd, wehenfördernd, menstruationsfördernd,
durchblutungsfördernd,
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Wirksame Teile:
Wurzel, Kraut
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Rezepturen: Beifuß ist in Teemischungen mit Hirtentäschel, Schafgarbe und Fenchel zu empfehlen. |
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger:
Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; Risiken vorhanden |
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In der Tierheilkunde
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In der Volksheilkunde wurde Beifuß zur Vertreibung von Fliegen in Stallungen angewandt: Ein Büschel Beifuß wurde an der Stalldecke aufgehangen, woran sich die Fliegen sammelten. Das Büschel mit den darauf sitzenden Fliegen wurde dann in einem Sack verbrannt. |
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In alten
Büchern gestöbert
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Merck`s Warenlexikon, 1884; Autorenkollektiv, Verlag von G. A. Gloeckner, Leipzig, Dritte Auflage, 1884; Band 21: Seite 45 |
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Beifuß
(Beibiß, Gänselkraut, lat. Artemisia vulgaris, frz. l'armoise commune,
engl. Mingwort, Common Wormwood); in ganz Europa wildwachsendes, sowie
auch in Gärten kultiviertes Kraut oder besser kleiner Strauch, zu den
Kompositen gehörig. Man sammelt die Wurzel im Frühjahre oder Herbste und
verwendet sie getrocknet (nicht abgewaschen, sondern nur durch Bürsten
gereinigt) als Epilepsiemittel unter dem Namen Radix Artemisiae; sie hat
einen scharfen Geschmack und unangenehmen Geruch. Die getrockneten
Blütenzweige werden, nachdem die bitterschmeckenden Blättchen ausgezupft
sind, als Gewürze, namentlich zu Gänsebraten verwendet. |
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Hérba artemísiae.
Beifusskraut. Artemísia vulgáris. Compósitae.
Europa. Kraut dem Wermuth ähnlich, nur nicht so weiss behaart. Geruch angenehm aromatisch, Geschmack gleichfalls, nicht bitter.
Anwendung. In vielen Gegenden als Küchengewürz, namentlich zum Gänsebraten.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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