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Ingwer
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Familie:
Ingwergewächse
(Zingiberaceae)
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ginger
(engl.)
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Lt:
Zíngiber officinale
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Ausdauernde
Pflanze, treibt jährlich Sprosse aus einzelnen Knollengliedern
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Wurzelstock
horizontal kriechend, knollig-vielgliederig, fleischig
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Spross
bis ein Meter hoch, reich beblättert, schilfartigen
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Blütentragende Sprosse
werden bis 25 cm lang, tragen lanzettliche Laubblätter
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Blütenähre
endständig, zusammengesetzt aus dachziegelartig übereinanderliegenden, verkehrt-eiförmigen
Deckblättern (grünlich-gelb)
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Röhrenblüten
braunviolett
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Historisches:
Ingwer ist ein altindisches und altchinesisches Gewürz, welches bei den Indern und Chinesen schon in ältesten
Zeiten angebaut und auch medizinisch verwertet wurde. In chinesischen Arzneibüchern, in der Ayur-Vedas Susrutas
als Ardraka, in der Sanskritliteratur als sringavera, aber auch in den Schriften der alten Griechen und Römer ist
der Ingwer häufig erwähnt. (Madaus 1938)
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Zingiberis rhizoma (Ingwerwurzelstock)
- Ingwerwurzelstock, bestehend aus dem geschälten, fingerlangen, frischen oder getrockneten Wurzelstock von
Zingiber officinale, sowie dessen Zubereitungen in wirksamer Dosierung. (Kom-E 1988)
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl,
Scharfstoffe, Keton Zingiberon (Zingeron), fettes Öl, Harze
Eigenschaften: antiemetisch, anregend
Anwendung: dyspeptische Beschwerden, Symptome der Reisekrankheit, Verhütung der Symptome der Reisekrankheit;
in der Homöopathie bei Verdauungsstörungen, Durchfall, Entzündung der Atemwege |
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In der Tierheilkunde
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Traditionell wird ein milder Ingweraufguss dem Futter beigemischt, um Hündinnen das Säugen zu erleichtern.
Ingwerwurzel
ist als Zusatzfuttermittel für Pferde erhältlich. Hinweis: Tiere können ähnlich wie Menschen allergisch auf Futtermittelbestandteile reagieren.
Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Rádices oder Rhizóma zingíberis.
Ingwerwurzeln.
Zingibér officinále (Amomum zingiber). Scitaminéae.
Heimisch in Ostindien; kultivirt aber auch in China, Cochinchina, Westindien, Brasilien, Westafrika etc.
Die Waare wird nur von kultivirten Pflanzen gewonnen, besteht aus dem Wurzelstock nebst dessen Seitenästen. Sehr verschieden von Grösse, platt
rundlich, bis zu 10 cm Länge, vielfach doppelt verästelt. Die äussere Bedeckung ist entweder abgeschabt (geschälter Ingwer) oder unversehrt, dann
schmutzig, graubraun bis schwärzlich. Innen mehr oder weniger faserig, mehlig, weissgelblich oder, wie bei dem Bengal- oder Barbados-Ingwer, mehr
hornartig, bleigrau bis schwärzlich. Die Ursache hiervon ist, dass bei dieser Waare, die man auch schwarzen Ingwer nennt, die Wurzeln vor dem Trocknen
in kochendem Wasser abgebrüht werden, wodurch das Stärkemehl zum Theil in Dextrin übergeführt wird.
Bestandtheile. Aetherisches Oel, scharfes Weichharz, Stärke.
Anwendung. In der Medizin als reizender Zusatz zu allerlei magenstärkenden Tinkturen; hauptsächlich in der Likörfabrikation und als Speisegewürz.
Handelssorten: Jamaica oder westindischer I. Aeste einseitig sitzend, meist geschält, gelblich, innen sehr mehlig, kommt vielfach gleich der
Cochinchina-Waare durch Kalkmilch gebleicht in den Handel. Barbados I., sehr gross, ungeschält, graubraun, innen dunkel, hornartig.
Bengal I., graubraun oder schmutzig grau, stark gerunzelt, innen theils hornartig, theils mehlig.
Afrikanischer I. von Sierra Leone, kleine, rundliche Stücke, zuweilen mit langen
Aesten. Chinesischer I., grossstückig, ungeschält, runzelig, dicht, hart, auf dem Bruche bleigrau, glänzend.
In China werden die frischen Wurzelknollen in Seewasser aufgeweicht, nachher in Zucker klargekocht und dann als eingemachter Ingwer, Conditum
zingiberis, in eigenthümlichen, runden, irdenen Töpfen oder in Fässern in den Handel gebracht.
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Quellen |
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