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Huflattich
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auch: Brustlattich,
Eselshut, Zeitrose
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Familie:
Korbblütler
(Asteraceae) |
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Coltsfoot (engl.)
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Lt:
Tussilago
farfara
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Kleine Pflanzenkunde
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An Flussufern und Bächen, Gräben und Waldrändern,
auf Kiesgruben, Brachland und Schutthalden findet man den großen Huflattich.
Bevorzugt wächst er auf feuchten Ton- und Lehmböden. Die Pflanze wird
ca. 30 cm hoch, ist sehr genügsam und ausdauernd. Im sehr zeitigen
Frühjahr wachsen die Blüten aus dem kahlen Boden und dann später
erscheinen die Blätter. Huflattichblätter sind hufeisenförmig, leicht gezähnt, auf der Unterseite mit Flaum bedeckt
und fühlen sich etwas filzig an. Gelbe Blüten sitzen dicht am oberen Teil des
Stängels.
Blütezeit:
Februar/März - April/Mai
Sammelzeit:
März - April
(Blüten) / Mai - Juni (Blätter,
Wurzeln) |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Anwendung bei: Bronchitis,
Kehlkopf- und Rachenkatarrh,
Bronchialasthma und
Brustfellentzündung,
Husten und Heiserkeit,
Atemnot, Erkältungskrankheiten und
Entzündungen, Asthma,
Grippe, Entzündungen und
Reizzuständen im Bereich der Mund- und
Rachenschleimhaut, Halsentzündung und
Mandelentzündung, Rachitis,
Drüsenanschwellungen,
Magen-Darm-Katarrh,
Durchfall, bei Fieber,
Ohrenentzündung, Appetitlosigkeit,
Gastritis, Darmentzündung,
Verstopfung, Durchfall,
Nervenschmerzen, entzündeten
Wunden, schlecht heilenden
Wunden, Venenentzündung,
Venenschmerzen,
unreine Haut (Akne),
Furunkel, Ekzeme,
leichte Verbrennungen
(Sonnenbrand), Gicht |
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Wirkung: antibakteriell,
schleimlösend, entzündungshemmend, reizlindernd, stoffwechselanregend,
harntreibend, schweißtreibend, blutstillend, tonisierend, nervenstärkend
Wirksame
Teile: Blüten, Blätter, Wurzel (u.a. Schleim- und Gerbstoffe, Pyrrolizidinalkaloide) |
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1990: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; Risiken vorhanden
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Rezepturen & Produkte
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Teebereitung
mit Blättern: 1½ geh. TL (ca. 1,5 g) Huflattichblätter oder die
entsprechende Menge in Aufgussbeuteln mit siedendem Wasser (ca. 150 bis
200 ml) übergießen und nach 15 Minuten durch ein Teesieb geben.
Teebereitung
mit Wurzeln: 1 geh. TL Huflattichwurzeln in
1/4 Liter Wasser für ca. 5 bis 8 Stunden ansetzen, anschließend erwärmen und
absieben. |
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Weitere Rezepturen
finden Sie unter den entsprechenden Links: Hustenteemischung,
Frischblattauflage, Breiauflage,
Umschläge mit starkem Absud,
Inhalation,
Fußbad, Huflattichtinktur,
Frischpflanzensaft, Waschungen,
Kräuterküche |
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In der Tierheilkunde
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Huflattich
enthält wasserlösliche Schleimstoffe. Diese Schleimstoffe haben lokal
erweichende, reizmildernde und einhüllende Wirkung auf die Schleimhäute von Mensch und Tier.
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Bei Pferden, Eseln und Hunden hat sich eine Kräutermischung aus Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut gegen Atemwegserkrankungen bewährt. Die Pflanzen können frisch bzw. als Absud dem Futter beigemischt werden.
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In der Veterinärmedizin
wird Huflattich zur Linderung von Bronchopneumonie (morphologische Verlaufsform der Lungenentzündung) und zur Fiebersenkung als flüssige Zubereitung bzw. als
Aerosol eingesetzt.
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In der Veterinärmedizin/in der Tierhaltung
unterstützt Huflattich als Bestandteil flüssiger Zubereitungen die Beseitigung von Fehlern im Stallklima - z.B.
bei Neutralisation von Ammoniak, Schwefelwasserstoff und weiteren Schadgasen sowie Bindung „Fällung“
von Staubpartikeln - Huflattich dient hier auch der Hustenlinderung.
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Traditionell wird Pferden und Eseln mit
Bronchitis und Husten das Heu in einem milden Aufguss aus Eukalyptus und
Huflattich angefeuchtet (getaucht).
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Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Fólia fárfarae.
Huflattigblätter.
Tussilágo fárfara. Tussilaginéae.
Europa überall gemein. Blätter langgestielt, handgross, rundlich herzförmig, eckig ausgebuchtet. Oben dunkelgrün, unten dicht weissfilzig. Geruch und
Geschmack schwach, schleimig, bitterlich.
Bestandtheile. Schleim, Spuren von Gerbsäure, Bitterstoff.
Anwendung. Als schleimlösendes Mittel.
Verwechselung namentlich mit den Blättern von Tussilago petasites; Blätter fast 3 mal so gross, wenig filzig, schwächer ausgebuchtet. |
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 15. Band:
Seite 949/950 |
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Tussilāgo (Huflattich), Gattung aus der Familie der
Kompositen, mit der einzigen Art Tussilago Farfara L. (Brust-, Eselslattich, Roßhuf,
Quirinkraut), einer ausdauernden Pflanze mit tief gehendem, kriechendem Wurzelstock, grundständigen, langgestielten, herzförmigen, eckigen, unten dicht- und weißfilzigen Blättern und einzeln
endständigen, gelben, vor den Blättern sich entwickelnden Blüten, wächst auf feuchten, thonigen Feldern in Europa
und dem gemäßigten Asien, auf Äckern ein schwer auszurottendes Unkraut.
Offizinell sind die geruchlosen Blätter als bitter-schleimiges und adstringierendes Mittel. |
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Merck`s Warenlexikon, 1884; Autorenkollektiv, Verlag von G. A. Gloeckner, Leipzig, Dritte Auflage, 1884, Band 21, S. 218 |
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Huflattich
(Tussilago Farfara, frz. taconnet oder tussilage, engl. colt's food); eine ausdauernde, in ganz Europa auf thonigen, nassen Stellen in Äckern, Wiesen, an Gräben etc. wachsende Pflanze mit niedrigem, weißfilzigen, einblütigen Stengel und gelber Kompositenblüte, auf welche später die rundlich herzförmigen, auf dem Boden liegenden Blätter folgen, die oben grün und etwas glänzend, unten weißfilzig sind. Die getrockneten Blätter sind als herba oder folia Farfarae meistens offizinell, schmecken bitter, schleimig und etwas zusammenziehend und kommen mit unter den Brustthee. Auch die Huflattichblüten (flores farfarae) werden als Thee verwendet. Die verwandte Pflanze T.
Petasites, großer Huflattich, Pestwurz, mit bedeutend größern, nierenförmigen Blättern und purpurfarbigen Blüten, deren Wurzel man früher bedeutende Kräfte zuschrieb, ist außer Gebrauch gekommen. |
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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