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Bärlauch
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auch: Bärenlauch, Wilder
Knofel, Ränsel, Waldknoblauch,
Hexenzwiebel, Zigeunerlauch oder Latschenknofel,
Ramsen,
Wurmlauch |
Familie:
Zwiebelgewächse
(Alliaceae) |
| Wild Garlic (engl.) |
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Kleine Pflanzenkunde
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Die
frischgrünen, lanzettartigen,
glänzenden, dem Maiglöckchen ähnlichen Blätter kommen aus einer länglichen
Zwiebel, die von weißen, durchsichtigen Häuten umgeben
ist. Der glatte, hellgrüne Stängel mit der weißen Blütenkugel wird bis
30 cm hoch. Bärlauch wächst nur auf humusreichen, feuchten Wiesen,
schattigen und feuchten Auen, unter Gebüschen, in Laub- und Gebirgswäldern.
Seinen starken Knoblauchgeruch spürt man, noch ehe man die Pflanze mit
den Augen wahrnimmt.
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Da
die Blätter im getrockneten Zustand ihre Heilkräfte einbüßen, werden
sie zur Entschlackungskur
frisch verwendet.
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Sammelzeit:
April
und Mai, junge Blätter vor der Blüte / Zwiebeln
im Spätsommer
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Inhaltsstoffe:
Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl: Vinylsulfid, Merkaptan,
Mineralsalze, Eisen, Zucker
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Entgiftung,
Ausschwemmung, Blutreinigung,
Entschlackung,
unreine Haut, Hautirritationen, Pflege der
Haut, Herz, Herzkranzgefäße, Lunge,
Bronchien, Atmung,
Magen, Stärkung der Verdauungsorgane, Förderung der
Verdauung und
Wasserausscheidung
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Bärlauch
wirkt sehr günstig auf das Magen- und Darmsystem, auch
bei Verstopfung. Die
vom Magen her verursachten Herzstörungen,
Schlaflosigkeit, aber auch jene Beschwerden, die von Arterienverkalkung
oder hohem Blutdruck herrühren,
wie Schwindel, Druck im Kopf und Beklemmungen, lassen nach.
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Bärlauchwein
ist für Leute mit dauernder Brustverschleimung
und den damit verbundenen Atembeschwerden
ein wunderbares Heilmittel. Selbst bei veraltetem Husten
löst sich die Brustverschleimung und nimmt damit auch die Atemnot.
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Blätter
reinigen auch Nieren und Blase und fördern den Harnabgang.
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Schlecht
heilende Wunden,
mit frischem Lauchsaft bestrichen, heilen rasch ab. Bärlauch
ist ein nicht hoch genug einzuschätzendes Blutreinigungsmittel, das sich
vor allem bei chronisch
unreiner Haut bewährt.
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Rezepturen & Produkte
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Als
Würze: Frische
Bärlauchblätter werden wie Schnittlauch oder Petersilie kleingeschnitten
und
auf Brote, Suppen, Saucen, Salate und Fleischspeisen gestreut.
Gehackt
als Würze (ungekocht) in Suppen, auf Kartoffeln, in Knödel und sonstige
Speisen getan, deren Geschmack man
ansonsten mit Petersilie verbessert. Auch als Spinat oder Salat kann man
die Blätter zubereiten. Da sie in größeren Mengen verwendet
einen beißenden Geschmack haben,
sollten sie zur Spinatbereitung mit Brennnesselblättern
vermischt genommen werden.
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Bärlauchzwiebeln
können genau so verwendet werden wie Knoblauch. Magenempfindliche Personen
sollen Blätter und Zwiebeln, kleingeschnitten, mit warmer Milch übergießen,
zwei bis drei Stunden ziehen lassen und dann diese Flüssigkeit
schluckweise trinken.
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Bärlauchgeist:
Kleingeschnittene
Blätter oder Zwiebeln werden locker bis zum Hals in eine Flasche
gefüllt, mit 38 bis 40%igem Korn oder sonstigem hausgebrannten Schnaps
übergossen
und 14 Tage in die Sonne gestellt. Von diesem Geist nimmt man
täglich 10 bis 12 Tropfen in etwas Wasser. Diese
Tropfen verhelfen zu einem guten
Gedächtnis und
beugen der Arterienverkalkung vor.
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Bärlauchwein:
Man nimmt eine Hand voll kleingeschnittene Blätter, kocht sie kurz in etwa
einem
Viertelliter Liter Weißwein auf, süßt nach Geschmack mit Honig oder
Sirup und trinkt von
diesem Wein tagsüber langsam und schluckweise.
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Bärlauchtee: 2 Teelöffel
getrocknete Bärlauchblätter mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen. Zweimal täglich 1 Tasse trinken. |
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In der Tierheilkunde
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Bärlauch ist bei allen Darmerkrankungen geeignet
- um dem Befall mit Darmparasiten vorzubeugen sollte kleingehackter Bärlauch regelmäßig verabreicht werden.
Die verabreichte Menge muss dem Körpergewicht des Tieres angepasst werden. In der Regel
sind die Dosen für pflanzenfressende Tiere, unabhängig von ihrem Körpergewicht, höher
als die für fleischfressende Tiere.
Um die Belästigung durch Fliegen zu verringern und um dem Sommerekzem
vorzubeugen, kann Bärlauch auch Pferden ins Futter gemischt werden.
Hinweis: Bei Daueranwendung und Überdosierung kann Bärlauch bei Pferden
und Eseln Unverträglichkeiten hervorrufen. Tiere können ähnlich wie Menschen
auch allergisch auf Futtermittelbestandteile reagieren.
Bärlauch gilt für Kaninchen und Meerschweinchen als unverträglich bzw. wird als für diese
Tiere als Giftpflanze deklariert. Bei Verdacht auf Vergiftung sollte das betroffene Tier sofort ärztlicher Behandlung
unterzogen werden. |
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
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Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
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