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Borretsch
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auch: Boretsch,
Gurkenkraut, Borgelkraut, Wohlgemutkraut
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Familie:
Rauhblattgewächse
(Boraginaceae)
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Borage
(engl.)
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Lt:
Borago officinalis
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Kleine Pflanzenkunde
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Merkmale:
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Einjährige bis zu 60 cm hohe, rauhhaarige Pflanze;
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Blätter
wechselständig, runzelig, die unteren gestielt, die oberen sitzend, am Rand oft unregelmäßig gezähnt;
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blaue Blüten
auf Stielen, nickend, in vielblütigen oft weit ausladenden, zu Doldenrispen zusammengesetzten Wickeln;
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Kelch
fünfteilig, die Zipfel zur Blütezeit ausgebreitet, anschließend zusammenneigend;
-
Fünf
Kronblätter, verwachsen, mit flach ausgebreiteten Zipfeln; in der Kronröhre befinden sich
fünf lanzettliche, weiße Schuppen, die deutlich aus der Röhre herausragen;
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Früchte 4 einsamige, nußartige Teilfrüchtchen;
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Geschmack: nach frischen Gurken
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Blütezeit:
Mai bis September
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Sammelzeit:
Juni bis August
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Standort:
Wegränder, Weinberge in Europa
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Verwendung:
Neben dem Einsatz in der Phytomedizin (nicht mehr standartzugelassen),
ist Borretsch auch als Gewürz für Suppen und in geringen Mengen
(enthält schädigende Alkaloide) als Salatbeilage beliebt.
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Wirksame Teile: Borretschblüten
(Boraginis flos), Borretschkraut (Boraginis herba), Borretschsamenöl (Boraginis aetheroleum)
Inhaltsstoffe:
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In
den Blüten: Bornesit, Allantoin, Schleimstoffe, Kaliumsalze
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Im
Kraut: Gerbstoffe, Kieselsäure, Schleimstoffe, Pyrrolizidinalkaloide
(PA)
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Im
Borretschsamenöl: Fettsäureglyceride (mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren)
Eigenschaften: schleimlösend,
entzündungshemmend, beruhigend, schmerzlindernd, herzstärkend, schweißtreibend,
leistungssteigernd
Anwendung: Innerlich und äußerlich
zur Blutreinigung und Entwässerung, als Vorbeugemittel gegen Brust- und Bauchfellentzündungen,
bei Gelenkrheumatismus, bei Venenentzündungen und Wechseljahrebeschwerden
(klimakterische Beschwerden); Boraginis oleum v.a. bei Ekzemen und Neurodermitis
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In
der Volksheilkunde bei Harnverhalten, Fieber (insbesondere wenn es als Begleiterscheinung von Masern,
Windpocken und Scharlach auftritt), zur Förderung der Diurese, bei verschleimten Atemwegen, Obstipation und
Durchfall; auch bei Entzündungen, Rheumatismus, klimakterischen Beschwerden und zur Blutreinigung
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Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1991: Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; Risiken vorhanden |
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893
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Hérba boráginis.
Boretsch, Gurkenkraut.
Borágo officinális. Boraginéae.
Orient, bei uns kultivirt. Blätter bis zu 12 cm lang, zugespitzt eiförmig, in den Stengel verlaufend, rauhhaarig, fast ganzrandig. Geruch der frischen Blätter eigenthümlich
aromatisch, der trocknen sehr schwach. Geschmack gleichfalls. Obsolet.
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Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1888,
Band 3, Seite 299
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Borago (Borrago, Borretsch), Gattung aus der Familie der Asperifoliaceen, ein- oder mehrjährige,
borstenhaarige Kräuter mit abwechselnden Blättern und lockerblütigen Blütenständen. Drei Arten in den
Mittelmeerländern. Borago officinalis L. (gemeiner Borretsch, Gurkenkraut), einjährig, mit
umgekehrt-eiförmigen, an der Basis verschmälerten Blättern und großen, langgestielten, nickenden, meist
himmelblauen, auch blaßroten und weißen Blüten, dessen eigentliches Vaterland die Gegend von Aleppo
ist, das man aber jetzt überall in Gärten, sogar auch verwildert, in Deutschland
findet. Blätter und Blüten liefern einen Salat von gurkenähnlichem Geschmack, diesen verleihen sie auch, fein gewiegt,
dem Lattichsalat. Früher waren sie offizinell.
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
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