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Knoblauch
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auch: Gruserich,
Knofel, Gartenknoblauch
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Familie:
Zwiebelgewächse/Lauchgewächse
(Alliaceae)
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Garlic (engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Knoblauch
ist eine ausdauernde (mehrjährige), bis zu 60 Zentimeter hohe, kahle
Pflanze, die bereits in der Antike als Gewürz- und Heilpflanze genutzt
wurde. Die Zwiebel ist rundlich bis eiförmig und aus Nebenzwiebeln
(Zehen) zusammengesetzt. Die Zehen sind in einer gemeinsamen Haut
eingeschlossen. Der Stängel steht aufrecht - im unteren Bereich
wachsen die flachen, linealischen Blätter. Am Blattgrund bildet
eine lange, stängelumfassende Scheide einen direkten Übergang des
Blattes zum Stängel. Der Blütenstand ist langgestielt, doldenartig und
hat zahlreiche Brutzwiebeln. Die im Knoblauch enthaltene schwefelhaltige
Verbindung Allicin ist für den typischen Geruch verantwortlich. Nach dem
Verzehr von Knoblauch wird Allicin über Atem und Haut ausgeschieden. |
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Blütezeit:
Juni bis August, Sammelzeit: Juni bis Juli |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Unterstützend
und kräftigend für: Blutkreislauf, Durchblutung, Blutdruck, Magen, Verdauungsorgane,
Stärkung und Förderung der Verdauung,
Vitalisierung, Steigerung der Leistungsfähigkeit, Anregung des Stoffwechsels |
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Heilend
bei: Arteriosklerose, Bluthochdruck, Darmparasiten (Würmer), Magen- und Darminfektionen, Resistenzsteigerung, Gegen Infektionen, Verdauungsstörungen,
bei erhöhten Blutfettwerten, Schnupfen, Husten, Keuchhusten, Bronchitis, klimakterische
Beschwerden
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Eigenschaften:
antibakteriell, antimykotisch, lipisenkend (blutfettsenkende), thrombolytisch,
antiviral
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Wirksame
Teile: Knoblauchzwiebel, Allii sativi bulbus |
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Inhaltsstoffe:
Alliin (Aminosäure) und dessen
Abbauprodukte (enzymatisch freigesetztes Allicin, ätherisches Knoblauchöl),
Adenosin, Aminosäuren, Fructane, Flavonoide |
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Innerliche
Anwendung: vorwiegend frisch oder auch als Fertigarzneimittel.
Bei Beschwerden beträgt die empfohlene mittlere Tagesdosis etwa fünf
Gramm frische Knoblauchzwiebel. |
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Äußerliche
Anwendung: unter anderem bei Hühneraugen, Warzen, Schwielen, Haarflechten,
Muskelschmerzen, rheumatischen Erkrankungen und Ischiasschmerzen |
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In der Tierheilkunde
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Knoblauch
ist eine nützliche Heilpflanze für Tiere. Besonders wegen seiner desinfizierenden Eigenschaft
ist Knoblauch eines der wichtigsten und wirksamsten Heilkräuter in der Tiermedizin.
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Als
natürliche Wurmprophylaxe, um dem Befall mit Darmparasiten vorzubeugen
sollte kleingehackter Knoblauch regelmäßig verabreicht werden.
Hinweis: Knoblauch verursacht Verdauungsbeschwerden und Blähungen bei Kaninchen und
Meerschweinchen. Traditionell wird Pferden und Eseln als natürliche Prophylaxe gegen Darmparasiten eine Mischung aus Schwarzem Senf, Quecke, Brombeere, Knoblauch und Holunder in regelmäßigen Abständen zum Futter gemischt.
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Um die
Belästigung durch Fliegen zu verringern, und dem Sommerekzem vorzubeugen, kann Knoblauch auch
Pferden ins Futter gemischt werden. Hinweis: Bei einer Überdosierung,
können Pferde empfindlich auf Knoblauch reagieren.
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Bei
Pferden und Eseln mit Verdauungsbeschwerden und Verstopfung wird ein Abführmittel aus Sennaschoten und
Knoblauchzwiebeln als Aufguss dem Futter beigemischt.
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Bei
Insektenstichen und gegen den Juckreiz bzw. Entzündungen, die durch
Insektenstiche hervorgerufen werden, kann die betroffene Stelle mit Knoblauch
bestrichen werden.
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Traditionell
wird bei Leberproblemen und Gelbsucht der Hunde ein milder Aufguss aus Knoblauch, Löwenzahn, Hopfen und
Brennnessel dem Futter beigemischt, um Heilung und Linderung zu verschaffen.
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Zur
Behandlung der Räude wird in der traditionellen Tierheilkunde Absud von je 1 Handvoll Holunder, Knoblauch (ganze
Pflanze) und Storchschnabel bereitet. Die Pflanzen werden mit 1 Liter Wasser
etwa 15 Minuten gekocht. Hinweis: Räude bei Schafen, Rindern und Pferden ist
ansteckend und daher anzeigepflichtig.
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Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage,
1885-1892; 10. Band: Seite 550 |
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Der Knoblauch (A.sativum Lauch), mit kugeliger, häutiger, aus mehreren kleinen, länglichen Zwiebeln (Zehen) zusammengesetzter Zwiebel, 60–90 cm hohem, stielrundem Stengel, breit-linealen, flachen, etwas rinnigen Blättern, langgeschnäbelter, hinfälliger Scheide und einer Blütendolde, in welcher zwischen zahlreichen Zwiebelchen wenige weißlich rosenrote Blüten stehen, die keinen Samen entwickeln, ist perennierend, stammt aus dem Orient, kommt bei uns verwildert vor und wird in sandigem Boden von alter Kraft in warmer Lage kultiviert.
Man steckt die Zehen im Herbst oder März 20 cm weit voneinander und erntet sie im August, erhält aber viel größere Zwiebeln, wenn man die
Pflanze zweijährig werden läßt. Die Zwiebelchen der Blütendolde brauchen ein Jahr mehr zur Entwickelung.
(...) Man braucht ihn außerdem in Abkochung zu Klistieren, um die Askariden zu vertreiben, früher auch als Arzneimittel und zur Zeitigung von Geschwüren.
Das ätherische Öl des Knoblauchs ist im wesentlichen Schwefelallyl. Eine Varietät des Knoblauchs ist der feinere spanische Lauch, mit dickern,
stumpfen Zehen, und der Schlangenlauch (Var. Ophioscorodon Don.), mit rundlich-eiförmigen, bis fast kugeligen Nebenzwiebeln und unter dem
Blütenstand meist ringförmig umgebogenem Stengel. Diese Varietät liefert die Perlzwiebeln oder Bockenbollen (Rocambole), welche immer nur durch
Zwiebelbrut fortgepflanzt werden können; man steckt sie im September und erhält im Frühjahr Blätter und um Johannis die kleinen, weißen,
glatten Zwiebeln. |
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Weiterführende
Informationen
E-Monographie
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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