|
| |
Bibernelle, große
|
auch:
Große Bibernelle,
Große Pimpinelle
|
Familie:
Doldengewächse
(Apiaceae)
|
|
Greater Burnet Saxifrage (engl.)
|
|
|
Kleine Pflanzenkunde
|
|
|
Die Große Bibernelle ist in Mitteleuropa
auf Wiesen mit frischen, nährstoffreichen, humosen und lehmigen Böden
anzutreffen. Diese mehrjährige krautige Pflanze kann bis zu einem Meter
hoch werden. Ihr Stängel ist scharfkantig gefurcht, die Laubblätter sind einfach gefiedert. Die
einzelnen Blättchen sind oval bis eiförmig oder länglich, kurz gestielt
und am Rand gesägt. Die Blüte ist meist weiß, manchmal auch blass-rosa
bis rosa und Teil einer langen, ährenähnlichen Traube. Die Samen sind von einer grünen Farbe und ovaler
Form. Verwechslungsgefahr besteht mit dem kleinen Wiesenknopf (Sangusorba minor), der auch
Pimpinelle genannt wird und dessen Blätter denen der Großen Bibernelle ähnlich sind. |
|
Blütezeit: Juni bis September |
| |
|
|
Heilwirkung & Einsatzbereiche
|
|
 |
Heilend
bei:
Bronchitis, Kehlkopfentzündungen, Rachenentzündung, Angina, Blähungen,
Blasenleiden, Gicht, Rheuma, Magengeschwüren, Durchfall
|
|
Anwendung:
äußerlich als Gurgellösung, innerlich als Tee und Gewürzkraut |
|
Wirksame Teile: Blüten,
Blätter, Wurzel |
|
Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Bitterstoffe,
Saponin, Pimpinellin, Stärke, Eiweiß, ätherisches Öl, Zucker, Harz |
| |
Kommission-E (Phytotherapie), Bundesanzeiger
1990: Bibernellkraut - Wirksamkeit nicht (ausreichend) belegt; keine Risiken; sog. Nullmonographie |
| |
|
|
In alten
Büchern gestöbert
|
|
|
Merck`s Warenlexikon, 1884; Autorenkollektiv, Verlag von G. A. Gloeckner, Leipzig, Dritte Auflage, 1884; Seite 431 |
|

|
Pimpinellwurzel (radix
pimpinellae), kommt von den zwei bei uns häufig wild wachsenden Arten des Geschlechts Pimpinella, zu welchem auch der Anis gehört, nämlich P. magna, der großen, und P.
saxifraga, der gemeinen P. oder Bibernell. Die erste dieser Doldenpflanzen wächst auf Wiesen, unter Gebüsch, an Rändern und lichten Stellen der Wälder häufig, die andre nicht minder auf trocknem sandigem Boden, Triften, Hügeln, Wegrändern. Die Wurzeln dieser ausdauernden Gewächse sind im Frühjahr oder Spätherbst zu graben, wenn sie mehrjährig sind. Sie gehören zu den alten Volks- und teilweise auch noch zu den offizinellen Mitteln. Zuweilen wird nur die Wurzel der gemeinen P. als die wahre und richtige bezeichnet. Der Geruch ist stark, aber widerlich
gewürzhaft, der Geschmack ähnlich, dabei scharf und brennend.
Die Wurzel wird in Form von Tinktur und Extrakt gegen Heiserkeit und Husten angewandt, volkstümlich auch wohl mit Branntwein angesetzt. Geruch und Geschmack haben ihren Grund in einem Gehalt an ätherischem Öl und scharf schmeckendem Weichharz. Mit dem Namen P. belegt die Volkssprache auch noch andre, ehedem auch medizinisch verwendete Pflanzen, nämlich den gemeinen Wiesenknopf
(Sanguisorba officinalis) und die ihm ähnliche Becherblume (Poterium
Sanguisorba). |
| |
|
|
|
Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Kräuterbuch anno 1625
Quellen |
|
|
|
| |
|
| |
Durchsuchen Sie unsere Website mit google
Kleines Fachlexikon
Kurzerläuterungen zu Eigenschaften, botanischen Begriffen, Inhaltsstoffen
und Verarbeitung
|