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Königskerze
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auch:
Großblumige Königskerze, Großblütige Königskerze, Wollblume
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Familie:
Rachenblütler /Braunwurzgewächse
(Scrophulariaceae)
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Mullein (engl.)
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Kleine Pflanzenkunde
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Die zweijährige Pflanze
wächst an den Wald- und Wegrändern Europas (außer Nordeuropa). Die
Großblumige Königskerze erreicht Wuchshöhen von fast zwei Metern. Ihr Stängel
ist filzigbehaart und mit elliptischen - ebenfalls wollig-filzigen - Blättern
gesäumt. Die hellgelben Blüten der Großblumigen Königskerze sind kurzgestielt
und stehen in ährenartigen Blütenständen. Botanisch ähnlich und von gleicher Wirkung ist die
Gemeine Königskerze (V. phlomoides) oder auch Filz-Königskerze genannt. Weitere
in Europa heimische Arten der Königskerze sind die Kleinblütige Königskerze
(Verbascum thapsus) und die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum). |
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Blütezeit/Sammelzeit: Juli
bis September |
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Heilwirkung & Einsatzbereiche
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Heilend,
fördernd und kräftigend für: Atemwege
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Anwendung bei: Katarrh der Luftwege,
Bronchitis, Heiserkeit, trockenem Husten, Reizhusten, grippalen Infekten,
Blasen- und Nierenerkrankungen
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Eigenschaften: reizmildernd, auswurffördernd
(expektorierend)
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Wirksame
Teile: Königskerzenblüten (Verbasci flos) |
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Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Saponine,
Flavonoide, Carotinoide, Invertzucker |
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Rezepturen
& Produkte
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Die Anwendung erfolgt innerlich als
Tee und auch äußerlich mit Umschlägen oder auch Teilbädern.
Teeaufguss:
Etwa zwei Teelöffel voll Königskerzenblüten (Verbasci
flos) werden mit 150 bis 200 ml siedendem Wasser und nach rund zehn Minuten
durch ein Teesieb gegeben. |
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In der Tierheilkunde
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Die
Königskerze enthält wasserlösliche Schleimstoffe. Diese Schleimstoffe haben lokal erweichende, reizmildernde und einhüllende Wirkung auf die Schleimhäute von Mensch und Tier.
Die
Königskerze wird bei Tieren traditionell bei Husten und Katarrh der
Atemwege eingesetzt. Zur Milderung des Hustenreizes und aufgrund der
auswurffördernden Eigenschaften, kann Königskerze als Tee dem Futter
beigemischt werden. Bei Pferden, Eseln und Hunden hat sich eine Kräutermischung aus Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut gegen Atemwegserkrankungen bewährt. Die Pflanzen können frisch bzw. als Absud dem Futter beigemischt werden.
Das Öl der Königskerze soll auch bei Entzündungen
der Ohren, äußerlich angewandt, Linderung und Heilung verschaffen.
Allgemeine Empfehlung
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In alten
Büchern gestöbert
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Handbuch der Drogisten-Praxis Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893 |
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Flores verbásci oder candélae
regis. Wollblumen, Königskerzenblumen.
Verbáscum thapsus, V. thapsifórme, V. phlomóides. Scrophularinéae. Deutschland.
Die Blüthen ohne den Kelch; goldgelb mit gelben Staubfäden, Krone 5 lappig, 2–4 cm breit. Geruch angenehm, süsslich; Geschmack gleichfalls, schleimig.
Bestandtheile. Spuren von äth. Oel, Zucker, Gummi, apfelsäure und phosphorsaure Salze.
Anwendung. Als schleimlösendes Mittel (Zusatz zum Brustthee).
Um die gelbe Farbe der Blüthen zu erhalten, muss beim Trocknen sehr vorsichtig verfahren werden. Die Blüthen dürfen nur bei trocknem Wetter gesammelt werden. Darauf breitet man sie auf Draht- oder Bindfadenhürden locker aus und hängt diese luftig auf. Sobald die Blumen einigermaßen abgetrocknet sind, werden sie in einem Drahtsieb im Trockenofen oder an einem anderen warmen Orte so weit ausgetrocknet, bis sie brüchig werden. Darauf bringt man sie noch warm in gut schliessende Blechgefässe. Die Blüthen ziehen sehr leicht Feuchtigkeit an und werden dann bald schwarz, sind daher vor Luft und auch vor Licht zu schützen. |
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Weiterführende
Informationen
Charakteristik und Beschreibung (engl.)
Quellen |
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